Zu Varrel gehören auch die Dörfer Brümmerloh und Dörrieloh. In der Gemeinde leben 1.700 Menschen auf einer Fläche von 4.383 ha. Sie ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Kirchdorf, die ihren Verwaltungssitz im Ort Kirchdorf hat.
Geschichte
Der Name Varrel soll aus dem plattdeutschen Begriff fort für Durchfahrt entstanden sein.
Varrel wurde erstmals 1232 urkundlich erwähnt. Das Küsterhaus von 1832 diente bis 1982 auch als Schule und seit 1991 kulturellen Zwecken. Ein Großbrand vernichtete 1869 die alte Varreler Kirche sowie 35 umliegende Gebäude und wichtige Dokumente. Die Marienkirche stammt von 1871. Bis etwa 1880 befand sich in Varrel ein Nebenzollamt, später ein Hauptzollamt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden Vertriebene aus Ostpreußen und Schlesien sowie deutschstämmige Familien aus Bessarabien hier eine Heimat.[2]
Eingemeindungen
Am 1. März 1974 wurde die Gemeinde Dörrieloh eingegliedert.[3]
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat aus Varrel setzt sich aus elf Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.
Seit 2011 war Heinrich Hustedt ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Varrel. Am 5. November 2021 wurde Wilfried Wöltje zum neuen Bürgermeister gewählt.[5] Gemeindedirektor war von 1974 bis 2004 Armin Tiemann.
Bisherige Amtsinhaber:
1974–1991: Fritz Speckmann
1991–2011: Ortwin Stieglitz
2011–2021: Heinrich Hustedt
seit 2021: Wilfried Wöltje
Wappen
Blasonierung: Das Wappen der Gemeinde Varrel zeigt über einem roten gewellten Schildfuß gespalten von Blau und Gold, vorne ein goldenes anstoßendes Kreuz und hinten einen blauen stilisierten Baum; im Schildfuß eine goldene Pflugschar.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
St. Marienkirche
In der Liste der Baudenkmale in Varrel sind fünf Baudenkmale aufgeführt, darunter:
Die St. Marienkirche ist ein neugotischer Backsteinbau. Sie wurde 1870/71 nach Plänen von Conrad Wilhelm Hase errichtet. Dabei wurden die Außenmauern eines 1869 abgebrannten Vorgängerbaues verwendet. Der kelchförmige achteckige Taufstein stammt aus dem 15. Jahrhundert, die sonstige Innenausstattung (Kanzel, Orgel, Gestühl) aus der Zeit des Neubaus der Kirche.[6]
Das Küsterhaus befindet sich im Ensemble mit der Kirche im Ortskern und wird seit 1991 für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Es war ursprünglich das alte Schul- und Küsterhaus, das bis 1833 erbaut wurde. In den Räumlichkeiten befand sich bis 1982 die Grundschule Varrel. Auf Initiative des Vereins Kultur im Küsterhaus wurde das Gebäude 1989 von Grund auf saniert.[7]
Infrastruktur
Oberschule Varrel, Wehrblecker Straße 2
Sparkasse Varrel, Hohe Straße 13
Der Bahnhof Varrel (Han) lag an der Bahnstrecke Bünde–Bassum, welche in diesem Bereich inzwischen stillgelegt ist.
Weblinks
Commons: Varrel– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Statistisches Bundesamt (Hrsg.):Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S.189.
VARREL Kr. Diepholz. Ev. Kirche. In: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bremen Niedersachsen. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1992, ISBN 3-422-03022-0, S. 1291 f.
Другой контент может иметь иную лицензию. Перед использованием материалов сайта WikiSort.org внимательно изучите правила лицензирования конкретных элементов наполнения сайта.
2019-2026 WikiSort.org - проект по пересортировке и дополнению контента Википедии