world.wikisort.org - Deutschland

Search / Calendar

Reinbek (niederdeutsch Reinbeek), in der südlichen Geest Schleswig-Holsteins gelegen, ist mit etwa 28.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Kreis Stormarn. Die Mittelstadt liegt im östlichen Ballungsraum Hamburgs und gehört zur Metropolregion Hamburg.

Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland:Schleswig-Holstein
Kreis: Stormarn
Höhe: 27 m ü. NHN
Fläche: 31,26 km2
Einwohner: 28.277 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 905 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21465
Vorwahlen: 040, 04104
Kfz-Kennzeichen: OD
Gemeindeschlüssel: 01 0 62 060
Stadtgliederung: 6 statistische Bezirke und 22 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hamburger Straße 5–7
21465 Reinbek
Website: www.reinbek.de
Bürgermeister: Björn Warmer (SPD)
Lage der Stadt Reinbek im Kreis Stormarn
Karte
Karte

Geografie


Die Ost- und Südgrenze Reinbeks bildet die zum Mühlenteich aufgestaute, naturgeschützte Bille. Die zwischen den Ortsteilen liegenden Flächen werden zum Teil noch landwirtschaftlich genutzt. Geprägt vom angrenzenden Sachsenwald, bietet Reinbek ein grünes, erholsames Stadtbild. Ein Großteil der Stadt ist mit Einzelhäusern bebaut, das Gebiet rings um den Täby-Platz und das Paul Luckow-Stadion besteht zum großen Teil aus mehrstöckigen Mietshäusern, die im Stil der 1960er Jahre erbaut wurden. Das höchste von ihnen, das Sachsenwald-Hochhaus mit 20 Stockwerken, befindet sich in der Hamburger Straße. Zu Reinbek gehören die Stadtteile Alt-Reinbek, Hinschendorf, Schönningstedt, Neuschönningstedt, Ohe mit Büchsenschinken und das jüngere Neubaugebiet Krabbenkamp (→Liste der Bezirke und Stadtteile Reinbeks). Direkt angrenzend liegen die Hamburger Stadtteile Bergedorf und Lohbrügge.


Geschichte


Von der Besiedlung des heutigen Reinbeker Gebietes in bereits vorgeschichtlicher Zeit zeugen zahlreiche Hügelgräber. Die erste urkundlich überlieferte Erwähnung Reinbeks datiert allerdings erst auf das Jahr 1238 und geht auf die Gründung des gleichnamigen Zisterzienserinnenklosters (siehe Kloster Reinbek) zurück. Die ältesten bekannten Schreibformen des Ortsnamens sind (ville) Reinebec (1238), (in) Reynebeke (1309 und 1350), (to deme) Reynenbeke (1400) und (tome) Rynenbeke (1466); der Name wird als Kompositum aus dem Grundwort bek für „Bach“ und dem Adjektiv „rein“ als Bestimmungswort gedeutet.[2] Nach der Zerstörung des Klosters (1534) gewann der Ort erst mit dem Bau der Schlossanlage (1572) wieder an Bedeutung.

Der Mühlenteich und das Reinbeker Schloss im Winter
Der Mühlenteich und das Reinbeker Schloss im Winter

Die Ansiedlung von Handwerkern im späten 18. Jahrhundert brachte endlich wirtschaftliches Wachstum. Einen entscheidenden Impuls für die Entwicklung des Ortes gab jedoch der Bau der Eisenbahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin (1846): Reinbek wurde vorübergehend zum Kurort und beliebten Ausflugsziel. Die alte Schreibweise „Reinbeck“ wurde am 1. September 1877 durch eine Anordnung über die einheitliche Regelung der Schreibweise für Ortsnamen von der Provinzialregierung in Schleswig in „Reinbek“ geändert.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Deutschland schrittweise besetzt. Am 3. Mai 1945 besetzten britischen Truppen auch Reinbek, das benachbarte Glinde sowie den letzten Teil des noch unbesetzten Stormarns.[3] Des Weiteren begann am Nachmittag des Tages auch die Besetzung Hamburgs, die zuvor in der Villa Möllering bei Lüneburg vereinbart worden war. Einen Tag später unterschrieb zudem Hans-Georg von Friedeburg im Auftrag des letzten Reichspräsidenten Karl Dönitz, der sich zuvor mit der letzten Reichsregierung in den Sonderbereich Mürwik abgesetzt hatte, die Teilkapitulation der Wehrmacht für Nordwestdeutschland, Dänemark und die Niederlande.[4] Die Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht folgte am 8. Mai 1945. Zum Kriegsende erlebte Reinbek einen verstärkten Zuzug von Flüchtlingen und durch Kriegseinwirkung obdachlos gewordenen Hamburgern.

Seit den 1960er Jahren wurden mehrere Gewerbegebiete erschlossen und erweitert. Am 28. Juni 1952 erhielt Reinbek das Stadtrecht. Am 1. Januar 1974 wurden die Gemeinde Schönningstedt (mit Neuschönningstedt und Ohe) sowie ein Teil der Gemeinde Glinde mit damals etwa 100 Einwohnern und ein Teil der aufgelösten Gemeinde Stemwarde eingegliedert.[5] Im Jahre 1978 kam das bisher landwirtschaftlich genutzte Gebiet Krabbenkamp, das vormals zu Schönningstedt gehörte, als weiterer Stadtteil hinzu.


Religion


Reinbek gehörte ursprünglich zum Kirchspiel Steinbek, bis es 1894 zu einer eigenständigen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde wurde. Die neogotische Kirche (heute Maria-Magdalenen-Kirche) wurde 1901 errichtet. 1908 gründete sich die römisch-katholische Kirchengemeinde, die 1953 die Herz-Jesu-Kirche erbauen ließ. In Reinbek sind 44 % der Bevölkerung evangelisch und 9 % katholisch, 26 % gehören anderen Konfessionen an, 22 % sind ohne Religionszugehörigkeit. Die bedeutendsten Gemeinden der Stadt sind:


Politik



Stadtvertretung


Die letzten drei Kommunalwahlen am 6. Mai 2018, am 26. Mai 2013[6] und am 25. Mai 2008[7] führten zu folgenden Ergebnissen:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2018
Sitze
2018
%
2013
Sitze
2013
%
2008
Sitze
2008
Kommunalwahl 2018
 %
30
20
10
0
27,5 %
22,1 %
20,7 %
17,0 %
11,0 %
1,7 %
CDU
Grüne
SPD
FDP
Forum21
Puls
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
−3,2 %p
+4,9 %p
−5,9 %p
+6,1 %p
−2,2 %p
+0,2 %p
CDU
Grüne
SPD
FDP
Forum21
Puls
Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung
      
Insgesamt 31 Sitze
  • SPD: 6
  • Grüne: 7
  • Forum21: 3
  • Puls: 1
  • FDP: 5
  • CDU: 9
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 27,5 9 30,7 10 33,6 13
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 20,7 6 26,6 8 24,3 9
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 22,1 7 17,2 5 15,4 5
Forum21 Forum21 11,0 3 13,2 4 13,0 4
FDP Freie Demokratische Partei 17,0 5 10,9 3 13,8 5
Puls Einzelbewerber Klaus-Peter Puls[8][9] 1,7 1 1,5 1
gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 36
Wahlbeteiligung in % 45,5
Reinbeker Rathaus
Reinbeker Rathaus

Bürgermeister


AmtszeitName
vonbis
17. Februar 193113. September 1945 Eduard Claußen (NSDAP)[10][11]
15. Dezember 194531. Januar 1946Wilhelm Kleist
1. Februar 194622. September 1946Carl Dobbertin
23. September 194611. November 1948Alwin Hemken
12. November 194828. April 1950Carl Dobbertin
28. April 195031. März 1951Wilhelm Kleist
1. April 195131. Dezember 1971Hermann Körner
1. Januar 197231. Januar 1990Günther Kock
1. Februar 199031. Januar 1996Manfred Neumann
1. September 199631. August 2008Detlef Palm
1. September 200831. August 2014Axel Bärendorf
1. September 2014Björn Warmer

Wappen


Blasonierung: „In Rot ein silberner Wellenbalken, begleitet von drei im Dreipass mit den Stielen einander zugekehrten Eichenblättern, und zwar zwei oben und einem unten.“[12]

Die Blätter, in ihrer Anordnung an das Wappen der Familie Bismarck angelehnt, versteht man als Symbole für den Sachsenwald, während das Band für die Bille steht. Eine ähnliche Symbolik findet sich auf den Wappen der Nachbarorte Wohltorf und Aumühle; die Farben Rot und Weiß entsprechen den Wappen Holsteins und Stormarns. Das Wappen wurde 1935 genehmigt.


Städtepartnerschaften



Kultur und Sehenswürdigkeiten


Reinbeker Schloss
Reinbeker Schloss
Ehemaliges Museum Rade
Ehemaliges Museum Rade

Theater, Kino und Museen


Maria-Magdalenen-Kirche
Maria-Magdalenen-Kirche

Bauwerke


„Dänenbrücke“ von 1793
„Dänenbrücke“ von 1793
Bismarcksäule
Bismarcksäule

Verschont von den Zerstörungswellen des Zweiten Weltkrieges, zeigt Reinbeks Stadtarchitektur ein kontinuierliches Bild durch die Epochen norddeutscher Baugeschichte, angefangen bei der niederländischen Renaissance und alten Bauernkaten, über großbürgerliche Villen der Kaiserzeit, Klinkerexpressionismus der Weimarer Republik und Wohngroßbauten der 1970er bis hin zu einer eher behutsamen Architektur der 1990er Jahre.

In der Liste der Kulturdenkmale in Reinbek stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.


Grünflächen und Naherholung



Sport



Wirtschaft, Infrastruktur, öffentliche Einrichtungen



Unternehmen


Reinbek zeichnet sich durch eine vielfältige, vorwiegend klein- und mittelständische Wirtschaftsstruktur aus.

Zahlreiche bedeutende Firmen hatten bzw. haben hier ihren Sitz, wie zum Beispiel der Rowohlt Verlag (von 1960 bis März 2019), E. Michaelis & Co. – Papiergroßhandel, Almirall Almirall Hermal und Allergopharma (die seit Mai 2021 an der Herstellung des Impfstoffs von Biontech beteiligt sind)[14], Fürst-Bismarck-Quelle, Grossmann-Feinkost, Amandus Kahl (Neuhaus Neotec), Peek & Cloppenburg (Verteilzentrum) und Lutz Aufzüge (Maschinen- und Anlagentechnik), Wollenhaupt (Teehandel). Ein weiterer großer Arbeitgeber ist das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift (Gesundheitswesen).

Anfang der 1960er Jahre wurde das gemeinsame Gewerbegebiet Reinbek-Glinde erschlossen. Seitdem erfolgten immer wieder Erweiterungen und Neuausweisungen von Gewerbeflächen. Zuletzt wurde das Gewerbegebiet Haidland vermarktet (ca. 22 ha): bis 2018 sind dort mehr als 30 Firmen angesiedelt worden, dadurch wurden 1200 Arbeitsplätze gesichert und ca. 400 neu geschaffen. Geplant ist die Erweiterung des Gewerbegebietes. Die wirtschaftliche Dynamik Reinbeks zeigt sich unter anderem in der Entwicklung der Gewerbebetriebe: deren Zahl stieg auf 2532 Betriebe (31. August 2018).

Auch die positiven Arbeitsmarktdaten sind ein Beweis für die Besonderheit des Standortes. Im Geschäftsstellenbezirk der Arbeitsagentur Bad Oldesloe wird der Bezirk Reinbek mit einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten aufgeführt, vergleichbar mit denen süddeutscher Wirtschaftsregionen.

In der Region Südstormarn liegen einige der Kommunen mit der höchsten Kaufkraft in Deutschland. Auch Reinbek lag im Jahr 2017 mit einer Kaufkraftkennziffer von 118 über dem Durchschnitt (CIMA Lübeck, Jahresbericht interkommunales Einzelhandelsforum 2017).

Reinbek ist perspektivisch weiter ein dynamischer Wirtschaftsstandort mit einer hohen Gewerbeflächennachfrage und steigenden Gewerbesteuereinnahmen, u. a. wegen der verkehrsgünstigen zentralen Lage in der Metropolregion direkt benachbart der Weltstadt Hamburg. Die Arbeitsplatzzentralität ist mit einem knapp 80-%-Anteil an den Beschäftigten hoch.


Öffentliche Einrichtungen


Reinbek ist Sitz eines Amtsgerichts.


Bildung


In Reinbek gibt es vier Grundschulen, eine Gemeinschaftsschule mit Oberstufe (mit auslaufenden Haupt- und Realschulklassen) und ein Gymnasium. Außerdem gibt es eine Förderschule.

Gemeinschaftsschule und Förderschule sind zum Schulzentrum Mühlenredder zusammengefasst.

Die Volkshochschule Sachsenwald hat ein umfangreiches Angebot an Kursen verschiedener Fachrichtungen und deckt auch das Angebot für die Nachbargemeinde Wentorf mit ab. Die meisten Kurse finden im eigenen, gut ausgestatteten Haus mitten in Reinbek statt.

Die Reinbeker Stadtbibliothek bietet ein breit gefächertes Angebot aus alten wie neuen Medien und unterhält einen ständigen Bücherflohmarkt aus gespendeten und ausgemusterten Büchern.

Seit 1989 besteht der Geschichts- und Museumsverein Reinbek e. V.


Verkehr


Der Reinbeker Bahnhof
Der Reinbeker Bahnhof

Reinbek liegt in der Metropolregion Hamburg. Von Reinbek ist die Hamburger Innenstadt mit der S-Bahn-Linie S 21 in 25 Minuten zu erreichen. Die S-Bahn verbindet Reinbek mit den Nachbarorten Wohltorf und Aumühle, innerhalb Reinbeks fahren mehrere Buslinien, die von den zum HVV gehörenden VHH betrieben werden.

Die Fernverkehrsstraßen B 5, A 24 und A 1 führen in die Hamburger Innenstadt bzw. in Richtung Berlin, Lübeck und Bremen.

Der nächstgelegene Fernbahnhof ist Hamburg-Bergedorf, die Bahnstrecke Hamburg–Berlin durchquert die Stadt ohne Halt parallel zur S-Bahn.


Persönlichkeiten



Ehrenbürger



Söhne und Töchter der Stadt



Mit Reinbek verbunden



Literatur


Antiquarisch
Aktuellere Titel


Commons: Reinbek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Reinbek – Reiseführer

Einzelnachweise


  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2021 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Aufl., S. 538.
  3. Hamburger Abendblatt: Kriegsende. Vor siebzig Jahren kapitulierte die Stadt Ahrensburg, vom: 2. Mai 2015; abgerufen am: 31. Mai 2017
  4. Die Kapitulation auf dem Timeloberg (PDF, 16. S.; 455 kB)
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 186.
  6. Archivierte Kopie (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  7. http://www.reinbek.de/files/Wahlen/GKW_25052008.pdf#page=10
  8. http://www.bergedorfer-zeitung.de/printarchiv/reinbek/article188444/Kommunalwahl-am-26-Mai-2013-Vorstellung-der-Reinbeker-Kandidaten-Wahlkreis-13.html
  9. http://www.abendblatt.de/region/stormarn/article115057641/Klaus-Peter-Puls-tritt-aus-der-SPD-aus.html
  10. Eduard Claußen, museumsverein-reinbek.de
  11. Claußen half trotz seiner NSDAP-Zugehörigkeit im Rahmen seiner Möglichkeiten mehreren jüdischen Einwohnern und sorgte dafür, dass Reinbek kampflos den Engländern übergeben wurde, vgl. dazu: Detlev Landgrebe: Kückallee 37. Eine Kindheit am Rande des Holocaust. Rheinbach 2009, ISBN 978-3-87062-104-9, S. 163, S. 167 u. a.
  12. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  13. Stolpersteine: Reinbek
  14. Corona: Biontech-Impfstoff kommt jetzt auch aus Reinbek, ndr.de, 30. April 2021

На других языках


- [de] Reinbek

[en] Reinbek

Reinbek (German: [ˈʁaɪnbeːk] (listen); probably from "Rainbek" = brook at the field margin; Northern Low Saxon: Reinbeek) is a town located in Stormarn district in the northern German state of Schleswig-Holstein within the metropolitan region of Hamburg. It is accessed by the A1 and the A24 autobahn and federal highway 5.

[ru] Райнбек

Райнбек (нем. Reinbek) — город в Германии, в земле Шлезвиг-Гольштейн.



Текст в блоке "Читать" взят с сайта "Википедия" и доступен по лицензии Creative Commons Attribution-ShareAlike; в отдельных случаях могут действовать дополнительные условия.

Другой контент может иметь иную лицензию. Перед использованием материалов сайта WikiSort.org внимательно изучите правила лицензирования конкретных элементов наполнения сайта.

2019-2024
WikiSort.org - проект по пересортировке и дополнению контента Википедии