Dazu kommen die Wohnplätze Neu Reichenwalde und Waldrandsiedlung.[4]
1992 mit Beginn der Ämterverwaltung in Brandenburg schloss sich Reichenwalde mit acht anderen Gemeinden zum Amt Scharmützelsee zusammen, dessen Sitz sich in Bad Saarow befindet.[5] Die Gemeinden Reichenwalde, Dahmsdorf und Kolpin schlossen sich zum 31. Dezember 2001 zur neuen Gemeinde Reichenwalde zusammen.[6]
Geschichte
Reichenwalde, Dahmsdorf und Kolpin gehörten seit 1836 zum Kreis Beeskow-Storkow in der Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Fürstenwalde (Dahmsdorf zum Kreis Beeskow) im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder). Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree.
Bevölkerungsentwicklung
Jahr
Einwohner
1875
692
1890
669
1910
665
1925
692
1933
743
1939
697
Jahr
Einwohner
1946
799
1950
822
1964
681
1971
659
1981
636
1985
572
Jahr
Einwohner
1990
0 590
1995
0 604
2000
0 707
2005
1 097
2010
1 122
2015
1 115
Jahr
Einwohner
2016
1 138
2017
1 118
2018
1 156
2019
1 216
2020
1 255
2021
1 266
Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)[7][8][9], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011
Die Zunahme der Bevölkerungszahl 2005 ist auf den Zusammenschluss von Reichenwalde, Dahmsdorf und Kolpin zur neuen Gemeinde Reichenwalde im Jahr 2001 zurückzuführen.
Politik
Gemeindevertretung
Die Gemeindevertretung von Reichenwalde besteht aus neun Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem Ergebnis:[10]
Partei / Wählergruppe
Stimmenanteil
Sitze
SPD
31,7%
3
Einzelbewerberin Renate Nifke
17,3%
1
Bauern-Jäger-Angler
09,2%
1
Einzelbewerber Roland Brendel
08,6%
1
Die Linke
07,5%
1
CDU
06,1%
1
Einzelbewerber Joachim Kettner
05,8%
1
FDP
05,4%
–
Einzelbewerberin Gabriele Streichenbach
03,8%
–
Einzelbewerberin Sibylle Tauchert
02,8%
–
Einzelbewerber Daniel Losansky
01,8%
–
Der Stimmenanteil Renate Nifkes entspricht zwei Sitzen. Daher bleibt nach §48 (6) des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes[11] ein Sitz in der Gemeindevertretung unbesetzt.
Hemm wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 mit 51,6% der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[15] gewählt.[16]
Dorfkirche ReichenwaldeDorfkirche Dahmsdorf
Sehenswürdigkeiten
In der Liste der Baudenkmale in Reichenwalde und in der Liste der Bodendenkmale in Reichenwalde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.
Dorfkirche Reichenwalde, wurde am Ende des 13.Jahrhunderts aus Feldsteinen errichtet. In der zweiten Hälfte des 18.Jahrhunderts erfolgten zahlreiche Umbaumaßnahmen. Dabei wurden unter anderem der Westturm um ein barockes Geschoss in Fachwerk aufgestockt sowie die spätgotischen Fenster vergrößert. Im Innern befinden sich ein Altarkreuz aus Reddern sowie eine Grüneberg-Orgel von 1864 mit einem dreiteiligen Prospekt.
Dorfkirche Dahmsdorf, Feldsteinkirche, gehört zu den ältesten Kirchen Brandenburgs, um 1241 errichtet, mit zwei Bronzeglocken, Kanzel und Gestühl aus dem 18. Jahrhundert, Altartisch mit Reliquienschrein, vorreformatorischen Malereien
Wirtschaft und Infrastruktur
In der ehemaligen Schule des Ortes von 1813, die in den 1970er Jahren geschlossen wurde, befindet sich das Restaurant Alte Schule, das im Guide Michelin erwähnt wird.
Auf dem ehemaligen Gut Reichenwalde befinden sich Wohnstätten für Menschen mit Behinderungen der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal sowie eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen.
Bildung
Das Gebäude der Kindertagesstätte „Spatzennest“ wurde in ökologischer Bauweise gebaut und im Dezember 2004 eingeweiht. Träger der Einrichtung ist der Verein „Kindertagesstätte Reichenwalde e.V.“. Im Ortsteil Kolpin befand sich bis Anfang 2008 die Justizakademie des Landes Brandenburg.
Persönlichkeiten
Didi Senft (* 1952), Fahrraddesigner, geboren in Reichenwalde
Hauptsatzung der Gemeinde Reichenwalde vom 17. März 2009 PDF (Mementodes Originals vom 20. Januar 2016 im Internet Archive)Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.amt-scharmuetzelsee.de
Die Ortsnamen des Kreises Beeskow-Storkow. ISBN 3-515-08664-1, S.226–228.
Bildung der Ämter Gartz/Oder, Bad Liebenwerda, Mühlberg/Elbe, Plessa, Märkische Schweiz, Premnitz, Rüdersdorf, Scharmützelsee, Steinhöfel/Heinersdorf Elsterland, Kleine Elster und Falkenberg Uebigau. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 21. Juli 1992. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 54, 31. Juli 1992, S.970/1.
Bildung einer neuen Gemeinde Reichenwalde. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 14. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, Nummer 52, 27. Dezember 2001, S.898 PDF.
Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
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