Lage des Marktes Leuchtenberg im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Karte
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Geographie
Geographische Lage
Leuchtenberg
Der Ort liegt 15 Kilometer südöstlich von Weiden. Nahe Leuchtenberg befinden sich die landschaftlich reizvollen Täler der Flüsse Pfreimd, Lerau und Luhe.
Gemeindegliederung
Die Gemeinde hat 18 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3][4]
Im Jahr 1124 wurde Leuchtenberg erstmals urkundlich erwähnt. Es war die Heimat der Landgrafen von Leuchtenberg. Der Markt Leuchtenberg war Sitz eines Oberen und eines Unteren Gerichts und gehörte zur Gefürsteten Landgrafschaft Leuchtenberg, die seit 1714 nach dem Aussterben des Hauses Leuchtenberg kurbayerisch war. Der Kurfürst führte den Titel Landgraf zu Leuchtenberg und führte den leuchtenbergischen Wappenschild zum Teil in seinem eigenen Wappen.
1817 erhielt Eugène de Beauharnais vom bayerischen König Maximilian I. Joseph den von Maximilian von Montgelas vorgeschlagenen Titel Herzog von Leuchtenberg ohne dortigen Territorialbesitz; sein Besitztum war das für ihn neu gebildete Fürstentum Eichstätt.
Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde Leuchtenberg.
Im Jahr 1842 fiel ein Großteil der Ortschaft einer Feuersbrunst zum Opfer.
Eingemeindungen
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinde Lerau eingegliedert.[5] Am 1. Juli 1976 kam Döllnitz mit dem 1945 oder 1946 eingegliederten Ort Preppach und Teilen der zum gleichen Zeitpunkt aufgelösten Gemeinde Woppenrieth hinzu. Michldorf folgte am 1. Mai 1978.[6]
Einwohnerentwicklung
Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 1269 auf 1155 um 114 Einwohner bzw. um 9%.
Religion
88% der Einwohner sind katholisch, 7% evangelisch.[7] Auf katholischer Seite gehört der größte Teil des Gemeindegebiets zur Pfarrei St. Margareta (Leuchtenberg) einschließlich der Expositur St. Jakobus der Ältere (Döllnitz); darüber hinaus besteht die Pfarrei St. Ulrich (Michldorf). Beide Pfarreien gehören zum Dekanat Leuchtenberg im Bistum Regensburg. Auf evangelischer Seite gehört Leuchtenberg zur Kirchengemeinde Vohenstrauß im Dekanat Weiden in der Oberpfalz des Kirchenkreises Regensburg der Evangelischen-Lutherischen Kirche in Bayern.
Politik
Gemeinderat
Die Gemeinderatswahl 2020 ergab folgende Stimmenanteile und Sitzverteilung:[8]
Partei/Liste
%
Sitze
CSU
63,0
7
SPD
22,1
3
Freie Wähler Gruppe
14,9
2
Bürgermeister
Seit Mai 2014 ist Anton Kappl (CSU) der Bürgermeister.[9]
Wappen
Wappen Gde. Leuchtenberg
Blasonierung: „Geviert mit silbernem Herzschild, darin ein blauer Balken; 1 und 4 in Rot ein goldener Eichenzweig mit Eichel, 2 und 3 in Gold eine grüne Hopfenranke mit Dolde.“[10]
Das Wappen ist seit dem 15. Jahrhundert bekannt.
Verwaltung
Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Tännesberg.
Persönlichkeiten
Johann Baptist von Walter (* 1831 in Leuchtenberg; † 1900 in München), Königlicher Oberstlandesgerichtsrat und Mitglied der Kammer der Abgeordneten in Bayern
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Baudenkmäler
→ Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Leuchtenberg
Über der Ortschaft Leuchtenberg erhebt sich die Burgruine Leuchtenberg. Sie ist die größte und am besten erhaltene Burgruine der Oberpfalz. Dort werden jährlich von Mai bis August die Burgfestspiele Leuchtenberg vom Landestheater Oberpfalz veranstaltet. Die Burganlage ist die meistbesuchte Freilichtbühne der Oberpfalz.
Die Pfarrkirche St. Margareta, im Dreißigjährigen Krieg 1621 und nach dem Brand von 1842 total zerstört und 1889 bis auf den Chor schwer beschädigt, wurde immer wieder auf den alten Fundamenten der ursprünglichen Kirche aufgebaut.
Bodendenkmäler
→ Hauptartikel: Liste der Bodendenkmäler in Leuchtenberg
Turmhügel Lückenrieth
Schutzgebiete, Naturdenkmäler und Geotope
Naturschutzgebiet Lerautal bei Leuchtenberg
Heller Stein bei Steinach
Hoher Stein bei Leuchtenberg (vermutlich historische Kultstätte)
Teufels Butterfass bei Burgmühle (Granitformation, Felsturm)
Burgberg Leuchtenberg
Granitfelsen Steinhügel bei Döllnitz
Franzosenfelsen im Südosten von Döllnitz
Gneis-Aufschlüsse an der Kainzmühlsperre
Granitfels Teufelspranke im Süden von Leuchtenberg
Ehemaliger Steinbruch im Nordwesten von Leuchtenberg
Kummerer-Felsen im Nordosten von Leuchtenberg
Ehemaliger Steinbruch an der Luhe im Osten von Michldorf
Wolfslohklamm im Osten von Michldorf
Granitblöcke im Westen von Sargmühle
Verkehr
Leuchtenberg liegt in der Nähe der Bundesautobahn 6 (Saarbrücken–Waidhaus) sowie der Bundesstraßen 14 (Stockach–Waidhaus) und 22 (Bamberg–Cham) (Bayerische Ostmarkstraße / Glasstraße).
Sonstiges
Für die gelungene Sanierung des historischen Ortskerns wurde Leuchtenberg 1992 mit dem Europa-Nostra-Preis ausgezeichnet. Leuchtenberg ist Namensgeber einer in Regensburg von 1968 bis 1996 ansässigen katholischen Studentenverbindung.
Wilhelm Volkert (Hrsg.):Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S.586 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
Statistisches Bundesamt (Hrsg.):Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S.652und653.
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