Das altmärkische Dorf Grävenitz liegt 10 Kilometer nordöstlich der Stadt Bismark (Altmark) auf halben Weg zwischen Bismark und Osterburg.
Geschichte
Das Kirchdorf wurde 1287 als Greunitz erstmals urkundlich erwähnt.[2] Im Jahre 1330 wird Greueniz in einer Schenkung Ottos des Ritters Konrad von Osterburg an das Kloster Neuendorf erwähnt.[3] Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 ist der Ort als Greuenitze aufgeführt.[4] Der Ort war der Stammsitz des Adelsgeschlechts von Graevenitz. Im Jahre 1840 lebten im Dorf nur 94 Einwohner, 1900 waren es 138, im Jahre 1939 waren es sogar 169.[5]
Eingemeindungen
Am 1. Juli 1973 wurde die Gemeinde Grävenitz durch Eingemeindung in die Gemeinde Schorstedt aufgelöst.[6] Seit dem 1. Januar 2010 gehört der Ortsteil Grävenitz auch zur neu gebildeten Ortschaft Schorstedt der Stadt Bismark (Altmark).
Religion
Die evangelische Kirchengemeinde Grävenitz gehörte zur Pfarrei Ballerstedt und wird heute vom Pfarrbereich Osterburg versorgt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kirche in Grävenitz
Die evangelische Dorfkirche Grävenitz ist eine Feldsteinkirche aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts.[7]
Literatur
Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID551010-7, S.86 (genealogy.net [Volltext und Scan]).
Wilhelm Zahn:Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege). 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, DNB578458357, OCLC614308966, S.104.
Einzelnachweise
Axel Junker:Positive Tendenz bei Umzügen. In: Stendaler Volksstimme, Der Altmärker. 14.Januar 2022, DNB1002381223, S.18.
Adolph Friedrich Riedel:Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Haupttheil 1. Band22. Berlin 1862, S.383–384 (Digitalisat– Herzog Otto und Herzogin Agnes von Braunschweig bestätigen die Schenkung des Dorfes Grevenitz an das Kloster Neuendorf durch Ritter Konrad von Osterburg am 2. April 1330).
Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. In: Statistisches Reichsamt (Hrsg.): Statistik des Deutschen Reichs. 2. Auflage. Band550. Verlag für Sozialpolitik, Wirtschaft und Statistik, Paul Schmidt, 1941, ZDB-ID223601-1, S.100.
Statistisches Bundesamt (Hrsg.):Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S.344f.
Thomas Hartwig:Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel-Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S.153.
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