Murg ist eine Gemeinde im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schweizer Grenze.
Wappen | Deutschlandkarte | |
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47.5547222222228.0241666666667300 | |
Basisdaten | ||
Bundesland: | Baden-Württemberg | |
Regierungsbezirk: | Freiburg | |
Landkreis: | Waldshut | |
Höhe: | 300 m ü. NHN | |
Fläche: | 20,9 km2 | |
Einwohner: | 6983 (31. Dez. 2020)[1] | |
Bevölkerungsdichte: | 334 Einwohner je km2 | |
Postleitzahl: | 79730 | |
Vorwahl: | 07763 | |
Kfz-Kennzeichen: | WT, SÄK | |
Gemeindeschlüssel: | 08 3 37 076 | |
Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstraße 52 79730 Murg | |
Website: | www.murg.de | |
Bürgermeister: | Adrian Schmidle | |
Lage der Gemeinde Murg im Landkreis Waldshut | ||
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Murg liegt direkt am Hochrhein zwischen 290 und 803 Meter Höhe.
Murg hat seinen Namen vom gleichnamigen Fluss, der aus einem Hochmoor bei Herrischried entspringt. Murg leitet sich ab vom keltischen Murgo („schwarzes Wasser“).
Die Gemeinde grenzt im Norden an Görwihl, im Osten an die Stadt Laufenburg, im Süden an die Schweizer Gemeinden Kaisten und Sisseln im Kanton Aargau und im Westen an Bad Säckingen und Rickenbach.
Zur Gemeinde Murg gehören die früher selbstständigen Gemeinden Hänner, Niederhof und Oberhof. Zur ehemaligen Gemeinde Hänner gehören das Dorf Hänner und das Haus Gaisbühl (Neumatten). Zur Gemeinde Murg in den Grenzen vom 31. Dezember 1972 gehören das Dorf Murg, die Siedlung Weiermatt, die Weiler Hinterer Hammer (Murghammer) und Rothaus und die Höfe Rheinsberg und Rüttene. Zur ehemaligen Gemeinde Niederhof gehören die Dörfer Niederhof, Diegeringen und Zechenwihl. Zur ehemaligen Gemeinde Oberhof gehören das Dorf Oberhof, der Zinken Im Sod und die Häuser Spittelhau.
In der Gemeinde Murg im Gebietsstand vom 31. Dezember 1972 liegt die Wüstung Hilgeringen und im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Oberhof liegt die Wüstung Timos.[2]
In Murg bestand bereits in keltischer und römischer Zeit eine Siedlung. Die weitergehende Besiedelung des Hochrheingebiets geht auf die Alamannen im 4. bis 7. Jahrhundert zurück, die die bereits bestehende Siedlung zu einem Bauerndorf ausbauten. Erstmals erwähnt wurde Murg im Jahr 1260 als Murgon, ältere Urkunden wurden wohl beim Brand des Stiftsarchivs des Damenstifts Säckingen im Jahr 1272 vernichtet. Murg war einer der acht Hauptorte der Grafschaft Hauenstein und gehörte bis zum Frieden von Luneville zu Vorderösterreich. Im Jahr 1833 wurde das bis dahin zu Murg gehörende Dorf Rhina selbständig, bis es 1933 ein Stadtteil von Laufenburg wurde.
Am 1. Januar 1973 wurden die Gemeinden Niederhof, Oberhof und Hänner eingemeindet.[3]
Die Gemeinde hat insgesamt 6745 Einwohner (Stand April 2011[4]). In Murg leben 3260, in Niederhof 1631, in Oberhof 740 und in Hänner 1114 Menschen. In allen Ortsteilen zusammen wohnen 3447 Frauen und 3298 Männer. Der Ausländeranteil beträgt 13,0 % (876 Einwohner).
Die Gemeinde gehört mit Herrischried und Rickenbach der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Bad Säckingen an.
Die Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2019 führten zu folgendem Ergebnis:[5]
Partei / Liste | Stimmenanteil | Sitze | Ergebnis 2014 |
FW | 40,5 % | 7 | 35,1 %, 7 Sitze |
CDU | 25,2 % | 5 | 36,2 %, 8 Sitze |
SPD | 17,5 % | 3 | 19,5 %, 4 Sitze |
Grüne | 11,7 % | 2 | 9,2 %, 2 Sitze |
AfD | 4,3 % | 1 | – |
Der Forstingenieur Adrian Schmidle wurde im Juni 2007 mit 55,6 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt. Schmidle wurde im Juli 2015 mit 96,7 % der Stimmen wiedergewählt bei einer Wahlbeteiligung von 27 %.
Murg unterhält eine Partnerschaft mit der Stadt Mehun-sur-Yèvre im Département Cher (Frankreich).
Der Haltepunkt Murg (Baden) liegt an der Hochrheinbahn von Basel Bad Bf nach Konstanz.
Seit 2014 verbindet ein Bürgerbus an Werktagen nach 19:00 Uhr die Ortsteile als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr.
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