Lage der Gemeinde Fischbachau im Landkreis Miesbach
Karte
Geographie
Geographische Lage
Die Gemeinde liegt im weitläufigen Tal der Leitzach auf einem Schwemmkegel am Ostrand des Leitzachtals und am Fuß des Breitensteins. Der Ort befindet sich 15km südöstlich von Miesbach, 25km südwestlich von Rosenheim, 32km nordwestlich von Kufstein, 17km von der Bundesautobahn 8 (Ausfahrt Irschenberg oder Bad Aibling) und 60km von der Landeshauptstadt München entfernt. Der Haltepunkt Fischbachau an der Bahnstrecke Schliersee–Bayrischzell liegt im Gemeindeteil Hammer 2,5km vom Ortskern entfernt. Es bestehen hauptsächlich Linienbusverbindungen von Hammer über Fischbachau und Wörnsmühl nach Miesbach und zurück. 900 Meter südlich des Ortskerns liegt der Wolfsee.
Es gibt die Gemarkungen Fischbachau, Hundham, Niklasreuth und Wörnsmühl.[5]
Natur
Die folgenden Schutzgebiete berühren das Gemeindegebiet:
Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Leitzachtal (8237-371)
Vogelschutzgebiet (Vogelschutzrichtlinie der EU) Mangfallgebirge (8336-471)
Geschichte
Bis zur Gemeindegründung
Erstmals wurde Fischbachau im Freisinger Traditionsbuch Liber commutationum et traditionum um 1078/1080 als Viscpachisowa erwähnt.
Ein von Gräfin Haziga von Diessen erst einige Jahre vorher in Bayrischzell gegründetes Benediktinerkloster wurde 1085 nach Fischbachau verlegt, übersiedelte aber bereits 1104 schon wieder auf den Petersberg bei Dachau. 1096 bis 1100 entstand dabei als Klosterkirche die heutige Pfarrkirche St. Martin. Sie war bis zur Säkularisation 1803 Propstei der Abtei Scheyern und ist die älteste romanische Basilika Oberbayerns.
Die politische Gemeinde Fischbachau entstand im Jahre 1811.
Eingemeindungen
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1976 die Gemeinden Hundham und Wörnsmühl eingegliedert. Die südlichen Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Niklasreuth kamen am 1. Mai 1978 hinzu.[6]
Einwohnerentwicklung
Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 4818 auf 5675 um 857 Einwohner bzw. um 17,8%.
Berufsmäßiger Erster Bürgermeister ist seit dem 22. März 2022 Stefan Deingruber (Christlich-Soziale Union in Bayern e.V.). Bei der Wahl am 13. März 2022 wurde er bei einer Wahlbeteiligung von 32,8% mit 90,6% der gültigen Stimmen gewählt.
Wappen
Wappen von Fischbachau
Blasonierung: „Durch einen silbernen Wellenbalken geteilt; oben gespalten, vorne fünfmal gespalten von Rot und Gold, hinten in Blau ein goldener Zickzackbalken; unten in Blau eine edelsteinbesetzte goldene Marienkrone.“[9]
Wappenbegründung: Der silberne Wellenbalken versinnbildlicht die Lage der Gemeinde im Leitzachtal. Die fünffache Spaltung von Rot und Gold und der goldene Zickzackbalken in Blau sind aus dem Klosterwappen von Scheyern übernommen, das mit diesen Heroldsbildern auf die Stifterin Haziga von Aragon, die Gemahlin des Pfalzgrafen Otto von Scheyern-Wittelsbach, (mehrfache Spaltung) und das Haus Scheyern-Wittelsbach (Zickzackbalken) hinweist. Im Gemeindewappen wird daran erinnert, dass die Gräfin Haziga 1085 in Fischbachau ein Kloster gründete, das später nach Scheyern verlegt wurde. Diese Verbindung bestand bis zur Säkularisation 1803, denn solange war Fischbachau Propstei und Klosterhofmark der Benediktinerabtei Scheyern. Die Marienkrone symbolisiert die viel besuchte Marienwallfahrt von Birkenstein, deren Aufblühen seit Beginn des 18. Jahrhunderts von den Fischbachauer Benediktinern der Abtei Scheyern gefördert wurde.
Dieses Wappen wird seit 1987 geführt.
Religion
Ein berühmter Wallfahrtsort ist Birkenstein mit seiner Kapelle mit Freilichtaltar.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Baudenkmäler
→ Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Fischbachau
Fischbachau
St. Martins-Münster (Ende 11. Jahrhundert, um 1700 umgestaltet)
Gemeinde Fischbachau in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 7.September 2019.
Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis.(Nicht mehr online verfügbar.)Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung,14.Juli 2020,archiviertvomOriginalam2.Februar 2021;abgerufen am 29.Januar 2021.Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ldbv.bayern.de
Statistisches Bundesamt (Hrsg.):Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S.581.
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