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Belfort (deutsch veraltet Beffert, Beffort oder Befort[1]) ist eine Industrie- und Garnisonsstadt in Ostfrankreich etwa 50 Kilometer südwestlich von Mülhausen. Die Stadt ist Verwaltungssitz (chef-lieu) des Départements Territoire de Belfort und hat 46.443 Einwohner (1. Januar 2019).

Belfort
Belfort (Frankreich)
Belfort (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département (Nr.) Territoire de Belfort (Präfektur) (90)
Arrondissement Belfort
Kanton Belfort-1, Belfort-2, Belfort-3
Gemeindeverband Grand Belfort
Koordinaten 47° 38′ N,  51′ O
Höhe 354–650 m
Fläche 17,10 km²
Einwohner 46.443 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 2.716 Einw./km²
Postleitzahl 90000
INSEE-Code
Website https://www.belfort.fr/
Belfort 1675
Belfort 1675
Ansicht von Belfort (Aquarell) aus dem Jahr 1818
Ansicht von Belfort (Aquarell) aus dem Jahr 1818
Belfort mit der Kathedrale Saint-Christophe
Belfort mit der Kathedrale Saint-Christophe
Der Löwe, Wahrzeichen Belforts
Der Löwe, Wahrzeichen Belforts
Der Bahnhof von Belfort
Der Bahnhof von Belfort
Die Zitadelle
Die Zitadelle
Kathedrale Saint-Christophe
Kathedrale Saint-Christophe

Geschichte


Belfort (lateinisch Belfortum[2]) wurde 1226 im Friedensvertrag von Grandvillars (Granweiler/Granwiller) zum ersten Mal schriftlich erwähnt.

Bedingt durch ihre Lage in der Burgundischen Pforte hatte die Stadt früher eine große strategische Bedeutung. Bis zum Westfälischen Frieden 1648 gehörte das französischsprachige Belfort zum habsburgischen Sundgau und zum Heiligen Römischen Reich, danach zu Frankreich. Ab 1686 wurde die Zitadelle der Stadt von Vauban im Auftrag von Ludwig XIV. zur Festung ausgebaut, die Stadt ummauert und mit einer Vielzahl heute noch erhaltener wehrhafter Türme versehen. Vom Dezember 1813 bis April 1814 widerstand die Festung 113 Tage lang unter dem Kommandeur Legrand einer Belagerung der Koalitionsarmee von Österreichern, Bayern und der Russen. Im Juni/Juli 1815 leistete General Lecourbe mit 8.000 Mann erfolgreich Widerstand gegen eine Armee von 40.000 Österreichern.

Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 widerstanden die Truppen unter Oberst Pierre Marie Philippe Aristide Denfert-Rochereau 103 Tage lang einer Belagerung durch Preußen; erst auf ausdrücklichen Befehl der französischen Regierung wurden Festung und Stadt am 16. Februar 1871 den feindlichen Truppen übergeben, die die Festung teilweise schleiften.

Im Frieden von Frankfurt 1871 wurde das Territoire de Belfort, obwohl historisch zum Sundgau und damit zum Oberelsass gehörig, nicht wie das übrige Elsass und Teile Lothringens vom Deutschen Reich annektiert. Der aus dem Elsass stammende, vormalige französische Beamte Ferdinand Eckbrecht von Dürckheim-Montmartin gibt bezüglich der Nichtabtretung Belforts die ihm gegenüber nach 1871 gemachte Äußerung des preußischen Feldmarschalls Graf Moltke (1800–1891) wieder: „Auf die Festung haben wir verzichtet, weil der Sieger im Siege Mäßigkeit an den Tag legen muß.“[3]

Der Hauptgrund war jedoch weniger die Generosität der Sieger, sondern lag in primär außenpolitischen Gründen. Otto von Bismarck wollte im Gegensatz zu den preußischen Militärs eine Grenzziehung, die sich im Wesentlichen an der Sprachgrenze orientierte. Dieser Verlauf entlang der Sprachgrenze sollte die internationale Akzeptanz der neuen Grenzziehung erhöhen und französischen Revisionswünschen entgegenwirken. Im Falle von Belfort konnte sich Bismarck durchsetzen, im Gegenzug akzeptierte er die wehrgeographisch motivierte Forderung der preußischen Militärs nach der Annexion auch französischsprachiger Teile Nordlothringens (Gebiet um Metz).[4]

Der Verlauf der neuen deutsch-französische Staatsgrenze im südlichen Elsaß orientierte sich im Wesentlichen an der deutsch-französischen Sprachgrenze. Die einzige Abweichung der Sprach- von der Staatsgrenze stellten drei Ortschaften im Umfeld des Ortes Montreux-Vieux (dt. Altmünsterol) dar. Dieser Grenzvorsprung ergab sich aus dem Verlauf der Eisenbahnstrecke und der Lage des Grenzbahnhofes Altmünsterol. Das aus dem abgetrennten Südteil des Sundgaues entstandene neue französische Département erhielt die Bezeichnung Territoire de Belfort. Es umfasste ausschließlich französischsprachige Orte. Sein Verwaltungszentrum wurde die Stadt Belfort.

Wahrzeichen der Stadt ist der aus gehauenen Sandsteinquadern gebildete monumentale Löwe von Belfort des Bildhauers Frédéric-Auguste Bartholdi aus den Jahren 1875/80, der an die Belagerung von 1870/71 erinnert.

In der Folgezeit wuchs die bisher im Schatten der Festung gelegene Stadt durch Industrialisierung rasch an, es entstanden die Vorstädte (faubourgs) und die klassizistische Bebauung am Ufer der Savoureuse.

Nach der deutschen Niederlage 1918 wurde Elsass-Lothringen wieder französisch, Belfort blieb aber weiter der Franche-Comté zugeordnet. Erst am 11. März 1922 wurde Belfort ein eigenes Département unter dem Namen Territoire de Belfort mit der Ordnungszahl 90.[5]

Am 10. Mai 1940 begann der Westfeldzug, in dem die Wehrmacht innerhalb weniger Wochen Paris und erhebliche Teile Frankreichs besetzte. An der schnellen Eroberung von Belfort – ab 18. Juni 1940 – war der spätere General Walther Wenck unter General Heinz Guderian beteiligt. Wenck wurde für besonderes taktisches Geschick dabei zum Oberstleutnant befördert.[6] Ende 1944 wurde Belfort von der 1. Französischen Armee befreit.

Heute gehört das Territoire de Belfort mit seiner Hauptstadt Belfort zur Region Bourgogne-Franche-Comté.


Bevölkerungsentwicklung


Bevölkerungszahlen bis zum Ende des Ersten Weltkriegs
Jahr Einwohner Anmerkungen
1780520 Feuerstellen (Haushaltungen)[1]
18244738davon 4194 Katholiken, 17 Protestanten, 52 Täufer und 475 Juden[2]
1852≈ 6000[7]
190634.649[8]
Jahr19621968197519821990199920062017
Einwohner48.07053.21454.61551.20650.12550.41750.86347.656
Quellen: Cassini und INSEE

Kultur und Sehenswürdigkeiten



Weltliche Bauwerke



Sakralbauten



Denkmäler


Der Löwe von Belfort (22 Meter lang, 11 Meter hoch) aus Vogesen-Sandstein ist ein Werk von Auguste Bartholdi (1834–1904).

Das Denkmal Quand Même (1884) von Antonin Mercié am Place d’Armes stellt eine Elsässerin während der Belagerung von 1870/71 dar, die einen sterbenden Soldaten in ihren Armen hält.


Regelmäßige Veranstaltungen


Jeden ersten Sonntag von März bis Dezember stellen in der Altstadt von Belfort seit 1966 rund 200 Antiquitätenhändler aus.[10]

Seit 1983 findet jedes Jahr am Pfingstwochenende das Festival international de musique universitaire statt. Musikgruppen und Chöre aus Bildungseinrichtungen aus aller Welt treten auf zahlreichen Bühnen bei diesem für die Besucher kostenlosen Festival auf, das in der Altstadt von Belfort stattfindet.

Jährlich (November/Dezember) wird dort das internationale Filmfestival Entre Vue veranstaltet. Bei seiner Gründung 1969 hieß es noch Festival des jeunes auteurs de Belfort, bis zu seiner Neugründung 1986.[11]

Am Lac du Malsaucy, wenige Kilometer nordwestlich von Belfort, findet jährlich im Juli eines der größten Rockmusikfestivals in Frankreich statt, Les Eurockéennes de Belfort.


Wirtschaft und Infrastruktur


Belfort besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Paris–Mulhouse, dieser ist auch Knotenpunkt der hier endenden Bahnstrecke Dole–Besançon–Belfort und der Bahnstrecke (Delémont–)Delle–Belfort. Seit Inbetriebnahme der LGV Rhin-Rhône ist Belfort mit dem neuen Bahnhof Belfort-Montbéliard TGV ans Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen. Sieben km nördlich liegt der Flugplatz Belfort-Chaux. Zwischen 1914 und 1986 gab es noch den Flughafen Belfort-Fontaine, 15 km östlich von Belfort. Er wurde als Militärflughafen im Ersten Weltkrieg gebaut, nach dem Zweiten Weltkrieg diente er der NATO als Flughafen. Bis 1986 diente er als innerfranzösischer Flughafen, seither wird er von Industrie- und Logistik-Unternehmen genutzt.[12]

Die Wirtschaft der Stadt ist geprägt durch die Herstellung von Kraftwerksanlagen, hauptsächlich durch die Firma Alstom, Teile der Produktion gehören zu General Electric. Neben der Elektro- und Elektronikindustrie ist die Textil- und Maschinenbauindustrie vertreten; so werden bei Alstom die TGV-Züge gebaut.

Infolge eines stark schrumpfenden europäischen Marktes für Kraftwerksanlagen und damit verbundener wirtschaftlicher Schwierigkeiten von Alstom nahm die Zahl der Beschäftigten auf dem Alstom-Gelände in den von ursprünglich 18.000 auf unter 6.000 ab. Dies hatte große wirtschaftliche Probleme in der Stadt und der Region zur Folge. Nach 138 Jahren kündigte Alstom im September 2016 an, sein Stammwerk in Belfort 2018 zu schließen. Der Niedergang des Werks wurde als symptomatisch für den industriellen Rückgang in Frankreich gesehen.[13] Aufgrund der symbolischen Bedeutung des Standorts und der wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Region intervenierte die französische Regierung. Am 4. Oktober 2016 verkündete Premierminister Manuel Valls, dass das Alstom-Werk durch einen staatlichen Auftrag gerettet werden könne: Der französische Staat bestellte 21 TGVs und 20 Diesellokomotiven.[14] Auch das Turbinengeschäft, seit 2000 im Besitz von General Electric,[15] leidet unter der Auftragsflaute für Großturbinen seit 2008.[16] Nachdem GE gedroht hatte, den Standort Belfort zu schließen, kündigte Präsident Macron 2021 an, 6 neue EPR Reaktoren zu bauen, die mit GE Turbinen ausgerüstet werden sollen.[17]

Die Technische Universität Belfort-Montbéliard gehört zu den besten Universitäten Frankreichs.[18] Sie bildet zusammen mit den Universitäten von Compiègne und Troyes ein Netzwerk technischer Universitäten in Frankreich.[19]


Alstom und TGV


Die Geschichte der TGV Züge ist eng mit Belfort verbunden. Entwickelt wurden sie von Alstom (vormals GEC-Alsthom) in Belfort ab 1966, der erste Prototyp ging 1972 in Betrieb. Mit dem Beginn der Bauarbeiten der Linie Paris-Lyon 1978 ging der Zug in Serie. Die Testfahrten wurden im nahen Elsass zwischen Straßburg und Sélestat ausgeführt. Auch die folgenden Generationen des TGVs wurden in Belfort entwickelt und gebaut, insbesondere die Triebköpfe. Im Jahr 2000 kaufte die Stadt Belfort den ersten Prototyp TGV 001, restaurierte ihn und stellte ihn an der Autobahn aus. Erst seit 2011 ist Belfort selbst an das TGV Netz angeschlossen, vorher wurden die Züge mit Diesel-Lokomotiven abgeschleppt.[20]


DMC/Bull


DMC (Dollfus-Mieg et Compagnie) ist eine Textilfirma in Mülhausen, gegründet 1746 von der Familie Dollfus. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg eröffnete DMC 1874 eine neue Produktion in Belfort. 1959 wurde die Fabrik in Belfort geschlossen,[21] das Werk wurde 1960 an die Compagnie des Machines Bull (später Bull) verkauft. Bull baute in Belfort eine feinmechanische und elektronische Produktion auf. Es wurden Lochkartengeräte, Drucker, Magnetbandlaufwerke und Plattenspeicher hergestellt.[22] 1992 stellte Bull die Produktion in Belfort ein. Die Gebäude wurden Teil des Industrieparks Techn’Hom und beherbergen kleine und mittlere Firmen aus den Bereichen Technologie und Services.[23]

Die Textilfabrik DMC in Belfort um 1927
Die Textilfabrik DMC in Belfort um 1927

Partnerstädte



Persönlichkeiten



Literatur




Commons: Belfort – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Beffort in der Topographia Alsatiae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise


  1. Sigmund Billings: Geschichte und Beschreibung des Elsasses und seiner Bewohner von den ältesten bis in die neuesten Zeiten, Basel 1782, S. 83–86.
  2. Johann Friedrich Aufschlager: Das Elsass. Neue historisch-topographische Beschreibung der beiden Rhein-Departemente, Zweiter Theil, Johann Heinrich Heitz, Straßburg 1825, S. 151–153.
  3. Eckbrecht Graf Dürckheim-Montmartin: Erinnerungen eines elsäßische Patrioten, Stuttgart 1922, S. 351
  4. Jean-Louis Masson: Provinces, départements, régions: l’organisation administrative de la France d’hier à demain. Lanore, Paris 1984, ISBN 2-85157-003-X, S. 384–387 (französisch).
  5. Eva Chibane: Il y a 100 ans, le Territoire de Belfort devenait un département. Direction régionale des affaires culturelles Bourgogne-Franche-Comté., 18. Februar 2022, abgerufen am 12. März 2022 (französisch).
  6. zur schnellen Eroberung von Belfort siehe auch hier (S. 132): Wenck erreichte gegen Mitternacht Montbéliard; Guderian erlaubte ihm das weitere Vorrücken, Belfort liegt etwa 20 km nördlich. Guderian traf am 18. Juni morgens in Belfort ein. Die Forts weigerten sich zu kapitulieren; sie wurden durch Angriffe am gleichen Tag zur Kapitulation veranlasst
  7. Lexikoneintrag zu Befort, in: Pierer's Universal-Lexikon, Band 2, Altenburg 1857, S. 486.
  8. Lexikoneintrag zu Befort, in: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 5. Auflage, Band 1, Leipzig 1911, S. 176.
  9. Patrimoine en Bourgogne Franche-Comté. Abgerufen am 30. August 2021
  10. Flohmarktplaner Frankreich. (Memento des Originals vom 26. September 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.reinhard-buerck.de Abgerufen am 20. Juni 2020
  11. http://next.liberation.fr/cinema/0101448584-janine-bazin-sa-vie-son-role, vorletzter Absatz
  12. Belfort-Fontaine. In: ABANDONED FORGOTTEN & LITTLE KNOWN AIRFIELDS IN EUROPE. 21. Dezember 2013, abgerufen am 9. Januar 2022 (englisch).
  13. Leo Klimm: Bonjour Tristesse., Tages-Anzeiger, 13. September 2016, S. 11
  14. Alstom - Valls : "Ce n'est pas du bidouillage, c'est de la stratégie". Abgerufen am 27. März 2017.
  15. GE Energy Opens New Technology Center at Belfort; International Team of Engineers to Develop Next Generation of Energy, Environmental Solutions. General Electric, 23. Juni 2009, abgerufen am 22. Februar 2022 (englisch).
  16. ZUKUNFT & BESCHÄFTIGUNG FÜR EINEN MODERNEN UND EFFIZIENTEN ENERGIEANLAGENBAU IN DEUTSCHLAND. Hans Böckler Stiftung des Deutschen Gewerkschaftsbunds, 2015, abgerufen am 22. Februar 2022.
  17. A Belfort, Emmanuel Macron s'engage sur un nouveau programme nucléaire. In: France Bleu. France 3 TV, 10. Februar 2022, abgerufen am 22. Februar 2022 (französisch).
  18. Enseignement Supérieur. Grand Belfort, abgerufen am 14. Dezember 2021 (französisch).
  19. Le réseau des UT. UTBM - Université de technologie Belfort Montbéliard, abgerufen am 14. Dezember 2012 (französisch).
  20. TGV : c’est à Belfort que l’aventure des trains à grande vitesse est née. In: L'Est Républicain - Französische Tageszeitung. 2021, abgerufen am 9. Januar 2022 (französisch).
  21. Musée virtuel TCB - Virtuelles Museum der Französischen Textilindustrie. Abgerufen am 14. April 2011
  22. Patrimoine en Bourgogne-Franche-Comté - Das Erbe in der Region Burgund-Franche Comté. Abgerufen am 14. April 2021
  23. Industriepark Techn'Hom. Abgerufen am 14. April 2021

На других языках


- [de] Belfort

[en] Belfort

Belfort (French: [bɛlfɔʁ] (listen); archaic German: Beffert/Beffort) is a city in the Bourgogne-Franche-Comté region in Northeastern France, situated between Lyon and Strasbourg, approximately 25 km (16 mi) from the France–Switzerland border. It is the prefecture of the Territoire de Belfort department.[4]

[fr] Belfort

Belfort (/bɛl.fɔʁ/ .mw-parser-output .prononciation>a{background:url("//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/8a/Loudspeaker.svg/11px-Loudspeaker.svg.png")center left no-repeat;padding-left:15px;font-size:smaller}Écouter[Note 1]) est une commune française située dans le nord-est de la région Bourgogne-Franche-Comté. Chef-lieu du Territoire de Belfort, la commune comptait 46 443 habitants en 2019. Elle est la principale commune et le cœur urbain d'une agglomération de 78 867 habitants.

[ru] Бельфор

Бельфо́р (фр. Belfort, французский: [bɛlfɔʁ] ( слушать)) — город на востоке Франции, административный центр Территории Бельфор[2].



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