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Lage von Wiesing im Bezirk Schwaz
Lage der Gemeinde Wiesing im Bezirk Schwaz (anklickbare Karte)Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Wiesing liegt im mittleren Unterinntal nördlich des Inns, beim Eingang ins Zillertal, am Südfuß des Rofangebirges. Die Südgrenze bildet der Inn in einer Höhe von knapp über 500 Meter. Nach Norden steigt das Land auf fast 2000 Meter an, die höchste Erhebung ist das Ebner Joch (1957 m). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schwaz.
Die Fläche beträgt 10,36 Quadratkilometer. Davon sind 58 Prozent bewaldet, 18 Prozent sind landwirtschaftliche Nutzfläche.[1]
Gemeindegliederung
Das Gemeindegebiet umfasst folgende acht Ortschaften (Einwohner Stand 1.Jänner 2022[2]):
Astenberg (32)
Bradl (85)
Dikat (97)
Ehrenstall (3)
Erlach (275)
Rofansiedlung (721)
Tiergarten (7)
Wiesing (Hauptort) (959)
Gliederung
Katastralgemeinden
Ortschaften in der Gemeinde
Wiesing (10,36 km²)
Bradl (R)
Dikat (R)
Rofansiedlung (Sdlg)
Erlach (D)
Astenberg (W)
Wiesing (D)
Legende
Legende zur Gliederungstabelle
In der Spalte Katastralgemeinden sind sämtliche Katastralgemeinden einer Gemeinde angeführt. In der Klammer ist die jeweilige Fläche in km² angegeben.
In der Spalte Ortschaften sind sämtliche von der Statistik Austria erfassten Siedlungen, die auch eine eigene Ortschaftskennziffer aufweisen, angeführt. In der Hierarchieebene derselben Spalte, rechts eingerückt, werden nur Ansiedlungen, die mindestens aus mehreren Häusern bestehen, dargestellt.
Die wichtigsten der verwendeten Abkürzungen sind:
M = Hauptort der Gemeinde
Stt = Stadtteil
R = Rotte
W = Weiler
D = Dorf
ZH = Zerstreute Häuser
Sdlg = Siedlung
Hgr = Häusergruppe
E = Einzelgehöft (nur wenn sie eine eigene Ortschaftskennziffer haben)
Die komplette Liste der Statistik Austria ist in: Topographische Siedlungskennzeichnung nach STAT
Zu beachten ist, dass manche Orte unterschiedliche Schreibweisen haben können. So können sich Katastralgemeinden anders schreiben als gleichnamige Ortschaften bzw. Gemeinden.
Die Ausgrabung einer durch einen Brand zerstörten Siedlung zeigt, dass das Gebiet schon 1700 vor Christus besiedelt war.[3]
Wiesing wird erstmals in den Jahren 930/31 als „Vuisinga“ anlässlich einer Besitzübertragung an das Erzstift Salzburg urkundlich erwähnt, als eine gewisse Himiltrud ihren dortigen Besitz sowie weitere Güter in Bozen, Mils, Vomp und Schwaz an Erzbischof Odalbert übergibt.[4] Es liegt der altbairische Personenname Wiso zugrunde, der besonders oft in Urkunden der Freisinger Traditionen auftaucht.[5]
Im 11. Jahrhundert wurde eine dem hl. Vitus geweihte Kirche gebaut, 1311 erfolgte ein Neubau der Kirche, die den hl. Martin und Nikolaus geweiht wurde. Zur Pfarre erhoben wurde Wiesing 1672.[3]
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche Wiesing
Sieheauch:Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wiesing
Katholische Pfarrkirche Wiesing Hll. Martin und Nikolaus
Schützenkapelle Erlach mit Gedenktafel zum Schützenhauptmann Felderer
Keltische Wehranlage auf dem Buchberg: Ab 1981 wurde auf dem nördlich des Inn gelegenen Inselberg Buchberg bei Wiesing eine durch die Anlage eines Steinbruchs freigelegte Anlage untersucht. Seit 1984 ist das Areal durch den Ausbau des Steinbruchs zerstört. Auf der Kuppe am westlichen Ende des Berges wurden zwei Mauergevierte ergraben. Die Funde ergaben eine Besiedlung ab dem 2.Jahrhundertv.Chr., die Keramik weist auf die Späthallstatt- bis Frühlatènezeit hin. Die auf einem Kalksteinsockel errichtete massive, offenbar bei einem kriegerischen Vorfall verbrannte Palisade schloss ein 25×25m großes Geviert ein. Die Anlage war nach der Lage der Pfeiler nicht überdacht, an der Ostseite bestand ein Zugang. Hier wurden auch die meisten Artefakte, hauptsächlich Keramikscherben, gefunden. Eine Deutung als Kultbezirk ist fraglich, eher wird ein Wehrbau angenommen. Das Fehlen von Brandopferplätzen, die geringen Keramikfunde, vor allem aber 13 Pfeil- und eine Lanzenspitze an der Ostmauer verstärken diese Annahme. Nach der offenbar durch feindliche Eroberung erfolgten Zerstörung des Mauerwerkes wurde vor der Ostmauer ein Kalksteinwall errichtet, dem ein System von drei Gräben vorgelagert war. Ein weiterer davor liegender Schutzwall bestätigt die Funktion als Wehranlage.[6]
Wirtschaft und Infrastruktur
Wiesing profitiert verkehrsmäßig von seiner Lage mit mehreren Klein- und Mittelbetrieben, daneben gibt es viele Auspendler.
Von der A 12 Inntalautobahn führen die B 169 ins Zillertal und B 181 zum Achensee. Die Kanzelkehre an der Achenseestraße bietet einen Ausblick auf das Inntal und den Eingang des Zillertals. Über die Westbahn mit der Haltestelle Münster-Wiesing besteht Anschluss an die S-Bahn.
Der Tourismus ist ganzjährig bedeutsam für die Gemeinde. Im Schnitt gab es in den Jahren 2011 bis 2020 jährlich rund 40.000 Übernachtungen. Diese entfielen auf zwei Saisonen, wobei die Sommersaison etwas stärker ist.[7]
Politik
Gemeinderat
In den Gemeinderat werden seit 2016 fünfzehn Mandatare gewählt.
Unabhängige Wiesinger Liste Bürgermeister Alois Aschberger
52,90
9
75,88
10
Wir für Wiesing
25,25
4
24,12
3
Freie Liste Wiesing – FPÖ
9,15
1
Wiesing Leben
11,69
1
Bürgermeister
1977–2004 Johann Flöck
2004–2021 Alois Aschberger
seit 2021 Stefan Schiestl
Wappen
Das 1930 verliehene Gemeindewappen symbolisiert mit der Wiese als redendes Wappen den Ortsnamen in volksetymologischer Deutung. Die Mauer und der Tiroler Adler erinnern an den um 1580 von Ferdinand II. errichteten landesfürstlichen Tiergarten auf dem Buchberg.[11]
Aus der Geschichte.Gemeinde Wiesen,abgerufen am 27.August 2021(österreichisches Deutsch).
Martin Bitschnau, Hannes Obermair:Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S.104–105,Nr.138.
Peter Anreiter, Christian Chapman, Gerhard Rampl:Die Gemeindenamen Tirols: Herkunft und Bedeutung (=Veröffentlichungen des Tiroler Landesarchives). Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 3-7030-0449-5, S.601ff.
Susanne Sievers/Otto Helmut Urban/Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z (Mitteilungen der prähistorischen Kommission im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften), Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S.274.
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