Historisches Luftbild von 1922, aufgenommen aus 500 Metern Höhe von Walter Mittelholzer
Zur Gemeinde Bubikon (seit 1884) gehören die Dörfer Bubikon und Wolfhausen sowie die Weiler Barenberg (östlich von Wolfhausen), Berlikon (südlich von Wolfhausen), Bürg (nördlich von Wolfhausen), Lanzacher (nordwestlich von Bubikon), Wändhüslen (nördlich von Bubikon) und Widenswil (zwischen Bubikon und Wolfhausen).[6]
Das Gemeindegebiet liegt als Teil des Zürcher Oberlands an der Wasserscheide zwischen Glatt und Zürichsee.
Der höchste Punkt im Gemeindegebiet ist der Hombergchropf (zwischen Bubikon und Bürg) mit 568m; der tiefste Punkt ist die Schwarz, die das Gemeindegebiet nach Westen (Rüti ZH) verlässt, mit 480m.
Wappen
Blasonierung
Geviert: 1 in Rot ein durchgehendes silbernes Kreuz, 2 und 3 in Gold ein schwarzes lateinisches B, 4 in Schwarz ein silbernes Gabelkreuz
Wappen von Bubikon in der Grüninger Amtsscheibe von 1587. Im äusseren Ring, drittes Wappen von Oben rechtsWappenscheibe von Bubikon in der reformierten Kirche von Bubikon
Das Wappen der Gemeinde Bubikon wird schon in der Chronik des Johannes Stumpf (1548), der Pfarrer und Prior im Ritterhaus zu Bubikon war, dargestellt.
Das Wappen erscheint noch in der Grüninger Standesscheibe von 1595, und in einer Bannerträgerscheibe von 1627. David Herrliberger führt in seiner Helvetischen Topographie (1765) allerdings wieder das alte Komtureiwappen auf.
Im Zuge der Bereinigung der Zürcher Gemeindewappen schlug die heraldische Kommission die Übernahme dieses älteren und einfacheren Wappens vor, der Gemeinderat lehnte aber ab, und das
"traditionsreichere" Wappen mit dem Johanniterkreuz wurde am 14. Januar 1926 als offizielles Gemeindewappen eingeführt.[7]
Am 31. Dezember 2011 gehörten 45Prozent der Bevölkerung der evangelisch-reformierten Kirche und 26,2Prozent der römisch-katholischen Kirche an.[14] In Bubikon gibt es auch eine Freie Evangelische Gemeinde[15] und die Martus-Gemeinde.[16]
Politik
Gemeindepräsidentin ist Andrea Keller, parteilos (Stand 2018).
Christine Bernet war von 2014 bis 2018 Gemeindepräsidentin, FBV (Freie Bürger-Vereinigung Bubikon).
Bruno Franceschini war von 2002 bis 2014 Gemeindepräsident und gehörte der FBV (Freie Bürger-Vereinigung Bubikon) an.[17]
Verkehr
Öffentlich
Die Gemeinde besitzt neben wichtigen Durchgangsstrassen einen Anschluss an die Oberlandautobahn (A53) Richtung Zürich und Rapperswil SG.
Auch der Anschluss an die öffentlichen Verkehrsmittel ist hervorragend. So besitzt die Gemeinde einen Bahnhof an der S-Bahn Zürich mit viertelstündigen Verbindungen der Linien S 5 und S 15:
Früher war Bubikon ein Eisenbahnknotenpunkt, hier kreuzten sich die Linien der Vereinigten Schweizerbahnen mit der Uerikon-Bauma-Bahn und gewährten in alle vier Himmelsrichtungen Anschluss, so nach Hinwil–Bauma, Rüti ZH–Rapperswil SG, Wolfhausen–Uerikon und Wetzikon–Zürich.
Strassen
Bubikon ist gut in das Zürcher Oberländer Strassennetz eingebunden. Von Osten mit Verbindungen von Dürnten und Rüti ZH nach Westen mit Hombrechtikon, wobei die Hauptstrasse 336 vom Kreisel Kämmoos nach Hombrechtikon die Hauptader darstellt. Von Norden mit Grüningen, Gossau ZH und Wetzikon nach Süden bis an die Seestrasse von Feldbach ZH, Kempraten SG und Rapperswil SG sind verschiedene Verbindungen gegeben. Anschluss an die Onerlandautobahn bieten die Anschlüsse 10 Dürnten nahe dem Bahnhof Bubikon und 11 Rüti ZH im Kämmoos an der Hauptstrasse 336.
Sehenswürdigkeiten
Siehe auch: Liste der Kulturgüter in Bubikon
Auf einem Nagelfluhsporn im Südosten der Gemeinde steht das Ritterhaus Bubikon. Es wurde 1192 von Diethelm V. von Toggenburg dem Johanniterorden geschenkt und wurde anschliessend zur Kommende ausgebaut. Als Zürich 1525 die Klöster und Orden aufhob, waren die Johanniterkommenden Wädenswil und Bubikon nicht betroffen; jedoch übernahm Zürich von 1528 bis 1532 in Bubikon die Verwaltung.[18] 1570 wurde das Haus letztmals erweitert und ist heute die besterhaltene Johanniterkomturei Europas. Das Haus ist im Besitz der 1936 gegründeten Ritterhausgesellschaft Bubikon, die es unterhält und ein Museum über die Geschichte der Kreuzzüge und der Ritterorden betreibt.
Galerie
Das Ritterhaus Bubikon
Gemeindehaus
Ehemaliges Wohnhaus des Chronisten Johannes Stumpf
Reformierte Kirche
Ansicht vom Friedhof bei der Reformierten Kirche nach Norden
Johann Rudolf Stumpf (1530–1592), Antistes in Zürich und Heimatforscher
Johannes Schmid-Kunz (* 1964), Volksmusiker, Tanzleiter und Kulturmanager
Bligg (* 1976), Rapper, wuchs in Wolfhausen und in Schwamendingen auf
Trivia
2018 war Bubikon, neben Zürich, Stein am Rhein und Neuhausen ob Eck einer der Drehorte für den Kinofilm über das Wirken des Reformators Zwingli.
Literatur
Max Bührer (Hrsg.): Bubikon—Wolfhausen Zwei Dörfer — eine Gemeinde Band 1, Gemeinde Bubikon (1981) (pdf).
Max Bührer, Kurt Schmid, Jakob Zollinger: Bubikon-Wolfhausen im Wandel der Zeit. Druckerei Wetzikon AG, 1981–83. ISBN 3-85981-118-5.
Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1943. DNB 365803049.
Archivlink (Mementodes Originals vom 2. Januar 2016 im Internet Archive)Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.feg.ch (abgerufen am 27. Februar 2012).
Boris Bauer: Die Rückgabe der Kommende Bubikon an den Johanniterorden; in: Querblicke, Zürcher Reformationsgeschichten, hrsg. von Peter Niederhäuser und Regula Schmid; Chronos Verlag, Zürich 2019; 203 S., ill. (Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich, Band 86); ISBN 978-3-0340-1498-4, S. 138–143.
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