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Örebro [œrəˈbruː] ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Örebro län und der historischen Provinz Närke. Sie ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde.

Örebro
Örebro
Staat: Schweden Schweden
Provinz (län): Örebro län
Historische Provinz (landskap): Närke
Gemeinden
(kommuner):
Örebro
Kumla
Koordinaten: 59° 16′ N, 15° 13′ O
SCB-Code: 6188
Status: Tätort
Einwohner: 115.765 (31. Dezember 2015)[1]
Fläche: 50,64 km²[1]
Bevölkerungsdichte: 2286 Einwohner/km²
Postleitzahl: 700 02 – 709 99
Liste der Tätorter in Örebro län
Innenstadt von Örebro
Innenstadt von Örebro

Geographie


Örebro liegt am Fluss Svartån, der ein kurzes Stück jenseits der Stadt in den Hjälmaren, Schwedens viertgrößten See, mündet. Über den Arbogaån und den Mälaren ist die Stadt mit Stockholm verbunden.

Örebro liegt etwa 200 Kilometer westlich von Stockholm, 300 Kilometer östlich von Oslo und 300 Kilometer nordöstlich von Göteborg.

Ein kleiner Teil (2 Hektar) der Fläche des Ortes mit 4 Einwohnern (2015) gehört zur benachbarten Gemeinde Kumla.[2]


Geschichte


Birger Jarl ließ 1265 eine Furt über den Fluss Svartå durch einen Befestigungsturm sichern. Die Stadt entstand im Mittelalter als Hafenstadt für den Eisenhandel. Im Bergland Kilsbergen im nordwestlichen Teil der Provinz Örebro län waren früher viele Eisengruben und -hütten ansässig. Im Winter fuhr man mit dem Eisen in die Stadt und verkaufte es bei der Messe am St.-Heinrichs-Tag. Die traditionelle Hindersmässan wird noch immer jährlich in der letzten Januarwoche gefeiert.

Im 15. Jahrhundert gewann die Stadt unter Engelbrekt Engelbrektsson größere politische Bedeutung. Unter den fünfzehn in Örebro abgehaltenen Reichstagen ist der vom 4. Januar 1540 bemerkenswert, auf welchem Schweden zum Erbreich erklärt wurde.

Der im 17. und 18. Jahrhundert erbaute Hjälmare-Kanal brachte der Stadt eine Verbindung zur Ostsee. Dies stärkte die wirtschaftliche Bedeutung von Örebro. Durch den 1888 eingeweihten Örebro-Kanal wurde eine Beschiffung bis ins Zentrum der Stadt möglich.

Auf dem Reichstag vom 21. August 1810 wurde der französische Marschall Bernadotte zum schwedischen Thronfolger gewählt, der spätere schwedische und norwegische König Karl XIV. Johann. Am 12. Juli 1812 wurde mit dem Frieden von Örebro der Schwedisch-Britische Krieg beendet.

1854 brannte die Stadt bis auf die Grundmauern nieder und wurde danach aus Stein wieder aufgebaut. Im Jahr 1887 hatte Örebro 13.618 Einwohner. Im 19. Jahrhundert wurde Örebro zum Zentrum der Schuhproduktion in Schweden. Bis in die 1960er Jahre war die Stadt noch im starken Wachstum begriffen und hatte gerade einen neuen Wasserturm (Svampen, „Der Pilz“, mit Restaurant und Aussichtsturm, Architekt Sune Lindström) und ein Hochhaus (Krämaren, 22 Stockwerke) errichtet, als die Schuhindustrie unterging. Die Einrichtung einer staatlichen Verwaltungsbehörde (für Statistik bzw. Verkehrssicherheit) konnte das nicht völlig kompensieren.

Die Hochschule wurde 1967 gegründet, bekam 1999 den Status einer Universität und heißt seitdem Universität Örebro. Der Universität angeschlossen ist auch eine Universitätsklinik.


Wirtschaft und Verkehr


Die Stadt hat eine Universität, einen Flughafen (ORB) und eine für den Handel günstige Lage an den Europastraßen 20 (Göteborg–Örebro–Eskilstuna–Stockholm) und 18 (Oslo–Karlstad–Örebro-Västerås–Stockholm).

Örebro ist Sitz der kleinen Brauerei Närke Kulturbryggeri.


Religion


Durch die geographische Gliederung der schwedischen Kirche gehört das Gebiet zum Bistum Strängnäs.


Sehenswürdigkeiten


Örebro slott (Schloss Örebro)
Örebro slott (Schloss Örebro)
Örebro, Wadköping
Örebro, Wadköping
„Der Pilz“, ein Wasserturm in Örebro
„Der Pilz“, ein Wasserturm in Örebro

Städtepartnerschaften


Partnerstädte Örebros sind:[3]


Persönlichkeiten



Söhne und Töchter der Stadt



Persönlichkeiten, die in Örebro gewirkt haben


Berühmte Persönlichkeiten mit Bezug zu der Stadt sind:


Bands




Commons: Örebro – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen


  1. Statistiska centralbyrån: Landareal per tätort, folkmängd och invånare per kvadratkilometer. Vart femte år 1960 - 2015 (Datenbankabfrage)
  2. Statistiska centralbyrån: Tätorter 2015 som delas av kommungräns (Excel-Datei)
  3. Website Örebro Kommun – Twin Towns (engl.), abgerufen am 24. Mai 2017

На других языках


- [de] Örebro

[en] Örebro

Örebro (/ˌɜːrəˈbruː/ UR-ə-BROO,[4][5][6] Swedish: [œrɛˈbruː] (listen)) is a city with 124,027 inhabitants, the seat of Örebro Municipality and the capital of Örebro County in Sweden.[7] It is the sixth largest city in Sweden and one of the largest inland hubs of the country. It is located near the lake of Hjälmaren, although a few kilometres inland along the small river Svartån.

[ru] Эребру

Э́ребру, или Эребру́ (уст. Эребро, швед. Örebro [œrəˈbruː] слушать), — город в Швеции, административный центр лена Эребру и коммуны Эребру. Расположен в исторической провинции Нерке, у западной оконечности озера Ельмарен. Население — 126 604 человекa (2020). Основан в 1200 году, статус города получил в 1404 году.



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