Hemslingen ist eine Gemeinde im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme). Hemslingen ist Teil der Samtgemeinde Bothel – mit 27,47km² die zweitgrößte Flächengemeinde innerhalb der Samtgemeinde.
Lage der Gemeinde Hemslingen im Landkreis Rotenburg (Wümme)
Karte
Friedhofskapelle
Geografie
Lage
Hemslingen liegt etwa 14km südöstlich von Rotenburg (Wümme), 8km nordwestlich von Neuenkirchen, 6km östlich von Bothel und 10km westlich von Schneverdingen. Der Bruchwiesenbach verläuft zwischen den beiden Ortsteilen. Höchste Erhebung ist der Hollerberg mit 52,8mü.NHN.
Zu den Bodenschätzen gehört Erdgas. Im Gebiet um Hemslingen befindet sich eines der größten Erdgasvorkommen Deutschlands.
Geschichte
Herkunft des Ortsnamens
Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 1320 Hemslinge, 1540 Heymsling und 1692 Hembsel.
Der Ortsname ist abgeleitet von den männlichen Personennamen-Kurzformen „Hemmi“ oder „Hemiso“. Also etwa: „Die Siedlung der Leute des Hemmi oder Hemiso“. Beim Personennamen ist von einer Ableitung von dem alten Namenstamm „Ham“ auszugehen. Der Name geht auf das gotische „hamôn“ zurück, das „bedecken, bekleiden“ bedeutet. Altnordisch steht es für „Hülle, Haut, äußere Gestalt“.[2]
Eingemeindungen
Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen wurde die zuvor selbständige Nachbargemeinde Söhlingen am 1.März 1974 in die Gemeinde Hemslingen eingemeindet.[3]
Der Rat der Gemeinde Hemslingen besteht aus elf Ratsfrauen und -herren.[9] Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1.001 und 2.000 Einwohnern.[10] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1.November 2021 und endet am 31.Oktober 2026.
Die letzten Gemeinderatswahlen ergaben folgende Sitzverteilungen:
Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Henry Gerken (SPD) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.[9]
Wappen
Wappen von Hemslingen
Blasonierung: „Von einem silbernen schrägrechten Wellenbalken geteilter Wappenschild, links ein grünes Feld mit einem schwarz-weißen reetgedeckten Zweiständer-Fachwerkhallenhaus mit Walmdach und großer Dielentür, rechts ein rotes Feld mit einem schwarz-weißen Vierständer-Fachwerkhallenhaus mit Krüppelwalm und einer senkrecht übereinander angeordneten Lukenreihe.“[9]
Wappenbegründung: Die Samtgemeinde Bothel schreibt hierzu auf ihrer Webseite:[9]
„Zwei markante Fachwerkhäuser aus den Altgemeinden Hemslingen und Söhlingen prägen die Ansicht der beiden Orte mit. Der zwischen den Orten verlaufende Bruchwiesenbach wird durch den silbernen Wellenbalken symbolisiert. Das grüne Feld gibt den Hinweis auf die überwiegend landwirtschaftliche Struktur. Das rote Feld symbolisiert die Heide, die ursprünglich stärker vorhanden war.“
Wirtschaft und Infrastruktur
Unternehmen
In der Gemeinde befindet sich eine der größten Erdgaslagerstätten in Deutschland mit zahlreichen Bohrstellen. Das BTEX-haltige Lagerstättenwasser wird in ca. 1000m Tiefe verpresst. Söhlingen ist Standort eines Stahlbauunternehmens. Daneben befinden sich auf ländlichen Tourismus eingerichtete Betriebe und Gastronomie, Landwirtschaft und Pferdezucht in Hemslingen.
Gesundheit und Soziales
In Brockel befindet sich das nächstgelegene Gesundheitszentrum mit einer Hausarztpraxis. Als einzige Gemeinde der Samtgemeinde Bothel gehört Hemslingen zum kassenärztlichen Bereitschaftsdienstbezirk Soltau. Eine Häufung von Krebsfällen vor allem bei Männern gab Anlass zu einer Sonderauswertung des Epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsen im Jahr 2014 für die Samtgemeinde Bothel.[13]
Persönlichkeiten
Fritz G. Rathjen (* 1952), Professor für Entwicklungsneurobiologie am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft[14]
Statistisches Bundesamt (Hrsg.):Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S.245.
Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.):Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1957 (Bevölkerungs- und Gebietsstand 25.September 1956, für das Saarland 31.Dezember 1956). W.Kohlhammer, Stuttgart 1958, S.189 (Digitalisat).
Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.):Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1.Januar 1973, S.45, Landkreis Wesermünde (Digitalisat (Memento vom 7. August 2019 im Internet Archive) [PDF; 21,3MB; abgerufen am 7.Juni 2020]).
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