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Die Verbandsgemeinde Trier-Land ist eine rheinland-pfälzische Verbandsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg und hat ihren Verwaltungssitz in der kreisfreien Stadt Trier. Der Verbandsgemeinde gehören die elf selbständigen Ortsgemeinden Aach, Franzenheim, Hockweiler, Igel, Kordel, Langsur, Newel, Ralingen, Trierweiler, Welschbillig und Zemmer an, die im Nahbereich der Stadt Trier liegen.

Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Fläche: 175,42 km2
Einwohner: 22.197 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Verbandsschlüssel: 07 2 35 5007
Verbandsgliederung: 11 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Gartenfeldstraße 12
54295 Trier
Website: www.trier-land.de
Bürgermeister: Michael Holstein (Freie Wähler)
Lage der Verbandsgemeinde Trier-Land im Landkreis Trier-Saarburg
Karte
Karte
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen
Igeler Säule 2009
Igeler Säule 2009
Burg Welschbillig 2011
Burg Welschbillig 2011
Burg Ramstein bei Kordel
Burg Ramstein bei Kordel

Geographische Lage


Das Verwaltungsgebiet der Verbandsgemeinde erstreckt sich zwischen dem Sauertal (im Westen, Grenze zu Luxemburg) bis über das Kylltal (im Osten). Nördlich erstreckt sie sich bis zur Fidei (Gebiet um Zemmer und Grenze zum Eifelkreis Bitburg-Prüm). Im Süden grenzt sie an die Mosel und das Stadtgebiet Trier.

Die beiden Ortsgemeinden Hockweiler und Franzenheim, die als einzige der rechts der Mosel liegenden Gemeinden des „Alten Amtes Trier-Land“ bei der Gebietsreform 1969/1970 nicht in die Stadt Trier eingemeindet wurden, gehören ebenfalls zur Verbandsgemeinde Trier-Land. Sie liegen als Exklave der Verbandsgemeinde südlich der Stadt Trier.


Verbandsangehörige Gemeinden


Name Fläche
(km²)
Einwohner
(1950)[2]
Einwohner
(31. Dezember 2021)[1]
Aach6,964791.142
Franzenheim6,47322370
Hockweiler2,08143283
Igel7,301.0062.076
Kordel16,601.8242.144
Langsur11,931.4671.804
Newel16,651.0992.769
Ralingen27,641.7622.100
Trierweiler18,421.2573.814
Welschbillig37,082.4042.610
Zemmer24,382.3713.085
VG Trier-Land 175,4914.13422.197

Geschichte


Im Zuge der in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre begonnenen Verwaltungsreform wurde zum 1. Oktober 1968 das vorherige Amt Trier-Land, so wie alle Ämter in den Regierungsbezirken Koblenz und Trier, in Verbandsgemeinden umgewandelt. Die Verbandsgemeinde Trier-Land in der heutigen Form entstand in den Jahren 1969/1970, als ein Großteil der Gemeinden der vorherigen Ämter Welschbillig und Ehrang in die Verbandsgemeinde Trier-Land integriert wurde.


Bevölkerungsentwicklung


Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Trier-Land; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

JahrEinwohner
18156.551
18358.963
187110.179
190511.712
193915.000
195014.134
JahrEinwohner
196115.107
197016.543
198718.889
199721.122
200521.342
202122.197

Politik



Verbandsgemeinderat


Der Verbandsgemeinderat Trier-Land besteht aus 36 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:

WahlSPDCDUGRÜNEFWFBLGesamt
2019[3]71061336 Sitze
201481341136 Sitze
200981441036 Sitze
200481634536 Sitze

Bürgermeister


Bei der Stichwahl am 17. Juni 2018 setzte sich Holstein mit einem Stimmenanteil von 56,1 % durch, nachdem bei der Direktwahl am 3. Juni 2018 keiner der ursprünglich fünf Bewerber eine ausreichende Mehrheit erreicht hatte.[4]


Wappen


Beschreibung: Durch eingeschweifte blaue Spitze geteilt, darin eine wachsende goldene Säule, vorn in Silber ein durchgehendes rotes Kreuz, hinten in Silber ein roter dreizinniger Burgturm mit blauem Dach.[5]


Sehenswürdigkeiten


St. Abrunculus, Beßlich
St. Abrunculus, Beßlich

In der Verbandsgemeinde sind Spuren der römischen Vergangenheit sichtbar, zum Beispiel die Igeler Säule, die seit 1986 Teil des UNESCO-Welterbes ist, oder die Römische Langmauer. An sakralen Denkmälern sind die Romanische Chorturmkirche St. Abrunculus aus dem 12. Jahrhundert in Beßlich und die barocke Kirche St. Remigius in Butzweiler bemerkenswert. Die Pützlöcher, ursprünglich römisches Kupferbergwerk, später Steinbruch u. a. für den Kölner Dom, sind eines der ältesten erhaltenen Bergwerke Deutschlands. An Burgen sind die Burg Ramstein im Kylltal sowie die Burg Welschbillig erwähnenswert. Außerdem findet man in vielen Orten Einhäuser, meist aus dem 19. Jahrhundert.


Wirtschaft und Verkehr


In Trierweiler-Sirzenich befindet sich ein Industrie- und Gewerbegebiet an der Bundesautobahn 64 (Trier–Luxemburg) sowie an der Bundesstraße 51 (Trier–Bitburg). Das Gebiet hat eine Größe von etwa einem Quadratkilometer.


Literatur




Commons: Verbandsgemeinde Trier-Land – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise


  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2021, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter RLP: Verbandsgemeinderatswahl 2019 Trier-Land. Abgerufen am 24. August 2019.
  4. Trierischer Volksfreund: Michael Holstein wird Bürgermeister. 24. September 2018, abgerufen am 14. Dezember 2019.
  5. Wappenbeschreibung (archive.org)

На других языках


- [de] Verbandsgemeinde Trier-Land

[en] Trier-Land

Trier-Land is a Verbandsgemeinde ("collective municipality") in the Trier-Saarburg district, in Rhineland-Palatinate, Germany. It is situated on the border with Luxembourg, north and west of Trier. The seat of the municipality is in Trier, itself not part of the municipality.

[es] Verbandsgemeinde Trier-Land

La comunidad administrativa de Trier-Land (Verbandsgemeinde) está ubicada en el Distrito de Tréveris-Saarburg en Renania-Palatinado, Alemania. Se encuentra en el norte de la capital Tréveris y consta de los 11 Ortsgemeinden ("municipios locales") de Aach, Franzenheim, Hockweiler, Igel, Kordel, Langsur, Newel, Ralingen, Trierweiler, Welschbillig y Zemmer.

[ru] Управление Трир-Ланд

Управление Трир-Ланд состоит из 11 посёлков.



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