Lelbach liegt im Westteil Nordhessens auf der Waldecker Tafel. Es befindet sich direkt am Ostrand des Naturparks Diemelsee etwa 4km (Luftlinie) nordwestlich des Zentrums der Korbacher Kernstadt. Nördlich des 425m hoch gelegenen Dorfs erhebt sich der Homberg (531m), und zwischen beiden fließt etwa in Nordwest-Südost-Richtung der durch Korbach verlaufende Kuhbach.
Lelbach liegt am Abschnitt Rhena–Korbach der Bundesstraße 251, von der dort die Kreisstraße58 nach Lengefeld abzweigt. Hindurch verläuft etwa die Bahnstrecke Wabern–Brilon-Wald (Uplandbahn) mit naher Haltestelle „Rhena-Lelbach“ westlich der Ortschaft.
Geschichte
980 wird Lelbach als Lellibechi in einer Urkunde erstmals genannt. Diese Urkunde ist ein Tauschvertrag zwischen Kaiser Otto II. und dem Abt des Reichsstifts Corvey. Der Kaiser erhielt die Marken Meginrichesdorf und Memleben und gab dafür aus dem Reichsbesitz im Ittergau: Lellibechi (Lelbach), Reho (Rhena) und Curbechi (Korbach) sowie drei andere Ortschaften, die später zu Wüstungen wurden.[3]
Gebietsreform
Zum 1. Oktober 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Lelbach im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis als Stadtteil in die Kreisstadt Korbach eingemeindet.[4][5] Die Gemeinde Lelbach hatte eine Gemarkungsfläche von 5,15km².[6]
Für Lelbach, wie für alle eingegliederten ehemals eigenständigen Gemeinden von Korbach, wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[7]
Territorialgeschichte und Verwaltung im Überblick
Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Lelbach lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][8]
980: Ittergau, in der Grafschaft des Grafen Asicho (in pago Nihthere et in comitatu Asichonis comitis)
vor 1712: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft Waldeck, Amt Eisenberg, Freigrafschaft Korbach
Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt,1968. Weitere Quellen: [1][9][2]; Zensus 2011[10]
Religion
Dorfkirche Lelbach
Die romanische Kirche wurde erstmals 1229 urkundlich erwähnt. Sie war als Kapelle dem Heiligen St. Nikolaus geweiht. Die Glocke wurde um 1298 gegossen; sie ist eine der ältesten im Waldecker Land. Das Mauerwerk im Norden und Süden, der Triumphbogen und ein Fenster an der Südseite stammen noch aus der Entstehungszeit. Im Inneren deuten mächtige Wandvorlagen auf ein ehemaliges Gewölbe hin. Erhalten ist die Kirchenvorsteherbank mit Inschriften aus dem 17. Jahrhundert. Die Orgel stammt aus dem Jahre 1890, sie gehört heute zu den wenigen erhaltenen Instrumenten, die die Firma Vogt damals im Waldecker Land baute. 1979 wurde die Kirche umfassend renoviert.[11]
Die Grafschaft Waldeck führte ab 1526 in ihrem Gebiet die Reformation ein. Im Jahr 1885 waren von den 150 Einwohnern Lelbachs 148 evangelisch, was 98,7% entspricht, zwei Einwohner waren katholisch (1,3%). 1961 wurden 154 evangelische (96,3%) und drei katholische (0,7%) Christen gezählt.[1]
Lelbach, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 11.November 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Daten & Fakten.In:Webauftritt.Stadt Korbach,abgerufen im Dezember 2020.
Stadt Korbach
Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 17.September 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr.39, S.1603, Punkt 1320; Abs. 7. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags[PDF; 9,2MB]).
Statistisches Bundesamt (Hrsg.):Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S.408.
Statistisches Bundesamt: Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland mit Übersichten über die Verwaltungsgliederung und Angaben über die Zugehörigkeit der Gemeinden zu Ortsklassen, Postleitgebieten und einigen wichtigen Verwaltungseinheiten. Ausgabe 1957, S. 275
Hauptsatzung.(PDF;133kB)§3.In:Webauftritt.Stadt Korbach,abgerufen im Dezember 2020.
Michael Rademacher:Land Hessen.Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006.In:treemagic.org.Abgerufen am 1.Januar 1900
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