Großbundenbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land an. Das Dorf bezeichnet sich selbst als „Das Walnussdorf“.
Lage der Ortsgemeinde Großbundenbach im Landkreis Südwestpfalz
Karte
Geografie
Großbundenbach liegt auf der Sickinger Höhe zwischen der saarländischen Kreisstadt Homburg und der kreisfreien Stadt Zweibrücken.
Geschichte
Großbundenbach wurde erstmals im Jahre 1178 urkundlich erwähnt. Bis 1674 gehörte es den Herren von Steinkallenfels, gelangte dann durch Kauf an die Familie Cathcart zu Carbiston und kam 1777 im Tausch gegen Wolfersheim an Pfalz-Zweibrücken. 1920 wechselte es vom Bezirksamt Homburg zum Bezirksamt Zweibrücken.
Bevölkerungsentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Großbundenbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]
Jahr
Einwohner
1815
370
1835
441
1871
351
1905
378
1939
338
1950
395
Jahr
Einwohner
1961
353
1970
365
1987
354
1997
398
2005
388
2017
337
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat in Großbundenbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierte Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Dieter Glahn (FDP, auf der offenen SPD-Liste) wurde 2009 Ortsbürgermeister von Großbundenbach. Zuletzt bei der Direktwahl am 26.Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 62,26% für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Glahns Vorgänger Jochen Schael (SPD) hatte das Amt von 1979 bis 2009 ausgeübt.[4][5][6]
Wappen
Wappen von Großbundenbach
Blasonierung: „Schild geteilt durch einen goldenen Balken. Oben in Grün ein nach rechts schreitender silberner Leopard, unten in Grün ein linksgewendetes Osterlamm mit Fahne (rotes Kreuz auf silbernem Feld) und goldenem Nimbus.“[7]
Wappenbegründung: Das Wappen entspricht bis auf die Tinktur dem Wappen von Kleinbundenbach, das gleichfalls am 18. April 1967 verliehen wurde. Der silberne Leopard im grünen Feld und der Balken entstammen dem Wappen der Herren von Steinkallenfels, das Osterlamm einem 1746 verwendeten Siegel von Käshofen und Buntenbach.
Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche St. Martin
2011 wurde Großbundenbach Sieger in der Sonderklasse in Rheinland-Pfalz beim Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft.[8]
Von der Burg Bundenbach sind noch einige Mauerreste vorhanden.
Evangelische Pfarrkirche St. Martin – ein Dom im Kleinen: Von der ursprünglich romanischen Kirche ist noch der Turm erhalten. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde eine gotische dreischiffige Hallenkirche angebaut, deren Wandmalereien 1908 entdeckt und teils wieder freigelegt wurden. Sie ist die prächtigste in der kleinen Gruppe gotischer Stufenhallen auf der Sickinger Höhe. Als ehemalige Wehrkirche besitzt die St. Martinskirche noch ihre Ringmauer, innerhalb derer bis 1853 der Kirchhof war. Die tiefen Einkerbungen in der Wand hinter dem Eingangsportal zeigen, dass der Zugang verrammelt werden konnte, wenn Gefahr drohte. Der um 1200 entstandene romanische Chorturm und das um 1320 entstandene gotische Kirchenschiff bilden durch den warmen Ton des roten und gelben Sandsteins eine Einheit. Im Innern sind die Schlusssteine des Kreuzrippengewölbes figürlich ausgestaltet. Die Steinkallenfels und die Cathcart zu Carbiston nutzten die Kirche als Grablege. Prächtige Epitaphien schmücken den Chorraum. Unter dem Altar befindet sich die Gruft mit den Gebeinen der Adelsfamilien.[9]
Alter Dorfbrunnen.
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Großbundenbach
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
2009: Jochen Schael (* 1946), für seine Verdienste um die Gemeinde. Seit 1974 im Gemeinderat, wurde der SPD-Politiker 1979 zum Ortsbürgermeister gewählt und hatte diese Funktion bis 2009 inne. In seiner Amtszeit wurden zahlreiche Projekte umgesetzt und die Gemeinde nahm mehrmals erfolgreich am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Schael erhielt 1998 die Freiherr-vom-Stein-Plakette des Landes Rheinland-Pfalz und 2006 das Bundesverdienstkreuz am Bande.[10][11]
In Großbundenbach geboren
Hans-Georg Schweppenhäuser (1898–1983), Ingenieur und Anthroposoph
Christian Winter (* 1934), Hochschullehrer für Zoologie
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