Lage der Gemeinde Wechingen im Landkreis Donau-Ries
Karte
Geographie
Lage
Der Ort liegt in der Planungsregion Augsburg im durch einen Meteoriteneinschlag geformten Ries, etwa 10 km nordöstlich von Nördlingen. Das Gemeindegebiet ist, wie der übrige Rieskessel, überwiegend von landwirtschaftlichen Ackerflächen geprägt, während sich am Ostrand mit dem Eichholz (Gemarkung Wechingen) und dem Weilerholz (Gemarkung Holzkirchen) größere Waldflächen befinden.
Gemeindegliederung
Die Gemeinde besteht aus drei Gemarkungen mit sieben Gemeindeteilen:[2][3]
Gemarkung Wechingen mit dem Pfarrdorf Wechingen und den Einöden Pfladermühle und Wolfsmühle
Gemarkung Fessenheim mit dem Pfarrdorf Fessenheim und der Einöde Muttenauhof
Gemarkung Holzkirchen mit dem Pfarrdorf Holzkirchen und dem Weiler Speckbrodi
Geschichte
Bis zur Gemeindegründung
Wechingen gehörte zum Fürstentum Oettingen-Spielberg. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die politische Gemeinde.
Eingemeindungen
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinden Fessenheim und Holzkirchen eingemeindet.[4] Die Geschichte der drei Gemeindeteile, ihrer Häuser und Familien ist in jeweils eigenen, umfangreichen Büchern dargestellt, die in den Jahren 2001 bis 2010 erschienen sind.
Einwohnerentwicklung
Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1312 auf 1425 Einwohner bzw. um 8,6%.
Erster Bürgermeister ist seit 2008 Klaus Schmidt (Wählergemeinschaft). Sein Vorgänger war Johannes Wiedenmann. Schmidt wurde 2014 mit 89,5% der Stimmen und 2020 mit 92,3% der Stimmen – jeweils ohne Gegenkandidat – im Amt bestätigt.
Der Gemeinderat besteht aus zwölf Mitgliedern, davon entfallen auf:
Wählergemeinschaft Wechingen 5 Sitze
Freie Wählergemeinschaft Fessenheim 4 Sitze
Wählergemeinschaft Holzkirchen-Speckbrodi 3 Sitze
Wappen
Wappen
Blasonierung: „Gespalten; vorne von Rot und Gold dreimal geteilt, belegt mit einem silbernen Schragen; hinten von Silber und Schwarz geviert“[5]
Bau- und Bodendenkmäler
→ Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Wechingenund Liste der Bodendenkmäler in Wechingen
Wirtschaft und Infrastruktur
2017 gab es in der Gemeinde 282 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 594 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 312 Personen größer als die der Einpendler. 15 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 42 landwirtschaftliche Betriebe, die eine Fläche von 1682 ha bewirtschafteten.
Verkehr
Im Ort kreuzen sich die Staatsstraße2221 und die Kreisstraße DON5.
Der Gemeindeteil Fessenheim liegt an der 1903 eröffneten ehemaligen Bahnstrecke Nördlingen–Wemding, auf der bis 1981 Personenzüge fuhren.
Bildung
Es bestehen folgende Einrichtungen:
Kindertageseinrichtung mit 65 Plätzen und 58 betreuten Kindern (Stand 1. März 2018)
Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) der Schwabenhilfe mit zwei Gruppen[6]
Persönlichkeiten
Hartmut Schmidt (* 1942), Journalist und Historiker
Literatur
Gerhard Beck: 1200 Jahre Wechingen. Ortschronik von Wechingen. Wechingen 2002
Gerhard Beck: Ortsfamilienbuch von Fessenheim und Muttenauhof 1581–1930. Die Ortsfamilien von Fessenheim von 1581–1930 und Notizen zur Ortsgeschichte. Wechingen 2010
Gerhard Beck, Hermann Greiner: Holzkirchen im Ries. Ortschronik 2008, Wechingen 2008
Wilhelm Hermann: Unser Dorf im Wandel der Zeiten. Die Chronik von Fessenheim, Fessenheim 2001
Dieter Kudorfer:Nördlingen (=Historischer Atlas von Bayern, Teil Schwaben. I, 8). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9886-X (Digitalisat).
Erwin Meyer: Holzkirchen. Aus der Geschichte eines Riesdorfes und seines Weilers Speckbrodi Steinmeier, Nördlingen 1980
Gottfried Stieber:Wechingen. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, S.917–918 (Digitalisat).
Statistisches Bundesamt (Hrsg.):Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S.794.
Eintrag zum Wappen von Wechingenin der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
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