Zacharo (griechischΖαχάρω [zaˈxarɔ] (f.sg.)) ist eine Kleinstadt im Süden der griechischen Region Westgriechenland. Der an der Westküste der Peloponnes am ionischen Meer gelegene Ort konnte seit den 1980er-Jahren starkes Bevölkerungswachstum verzeichnen. Die Gemeinde wurde 1947 als Stadtgemeinde (dimos) anerkannt und mehrfach durch Eingemeindungen vergrößert, zuletzt 2011, als die Nachbargemeinde Figalia zu Zacharo kam.
Bekannt ist der Ort auch für seine Thermalquellen an der Lagune von Kaiafas, die bereits in der Antike bekannt waren. Die Schwefelquellen wurden unter anderem zur Behandlung von Hautkrankheiten und Arthritis aufgesucht. Der touristische Schwerpunkt liegt heute jedoch auf dem Sommertourismus entlang des sandigen Küstenstreifens.
Durch die verheerenden Waldbrände im August 2007 erlangte der Ort überregionale Bekanntheit. Einige Dörfer in der Gemeinde wurden dabei vollständig zerstört, es kamen über 30Personen ums Leben.
Etwa drei Kilometer südlich Zacharos, bei Kakovatos wurden 1907 und 1908 von Wilhelm Dörpfeld die Überreste dreier Kuppelgräber erforscht und eine zugehörige Siedlung aus frühmykenischer Zeit entdeckt und teilweise ausgegraben. Von 2009 bis 2011 wurden weitere Ausgrabungen der Siedlung durch klassische Archäologen der Universität Freiburg durchgeführt.[2]
Gemeindegliederung
Seit 2011 ist Zacharo in zwei Gemeindebezirke und 26 lokale Einheiten gegliedert, von denen nur die Kleinstadt Zacharo den Status eines Stadtbezirks innehat. Sie und die 25 Ortsgemeinschaften wählen lokale Vertretungen. Die Einwohnerzahlen stammen aus dem Ergebnis der Volkszählung 2011[1].
Zacharo liegt an der Nationalstraße 9 bzw. an der Europastraße 55 zwischen Pyrgos und Kalamata. Weiters ist Zacharo Station an der meterspurigen Eisenbahnstrecke von Patras über Pyrgos nach Kyparissia und Kalamata.
Trivia
Überregional bekannt wurde der Ort Zacharo durch den 2006 gedrehten Film Sugar Town (griech. Οι γαμπρόι I gambri Die Bräutigame) des Regisseurs Kimon Tsakiris. Der Film zeigt den Versuch des Bürgermeisters von Zacharo, den ledigen Männern des Ortes zu helfen, eine Frau zu finden. Er nimmt dazu mit dem Bürgermeister der russischen Stadt Klin Kontakt auf, fährt mit 10 heiratswilligen Männern nach Russland und lädt Frauen aus Russland zu einem Gegenbesuch ein[3]. Der Film wurde u.a. im März 2007 bei arte gezeigt.
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