world.wikisort.org - Deutschland

Search / Calendar

Türnich ist ein Stadtteil der Stadt Kerpen im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen.

Türnich
Stadt Kerpen
Wappen der ehemaligen Gemeinde Türnich
Wappen der ehemaligen Gemeinde Türnich
Höhe: 88 (86–92) m ü. NHN
Fläche: 17,5 km² (mit den früheren Ortsteilen)
Einwohner: 3481 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 199 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 50169
Vorwahl: 02237
Wohnhochhäuser in Türnich
Wohnhochhäuser in Türnich
Wohnhochhäuser in Türnich

Geschichte


Türnich wird urkundlich erstmals im Jahre 1208 erwähnt. Es wird ein „Winandus de Tornich“ als Lehnsmann der Gräfin von Molbach überliefert.

Türnich bildete zusammen mit Balkhausen eine Unterherrschaft im Herzogtum Jülich, die bis zum Ende des 18. Jahrhunderts bestand. Die Grundherrschaft hatte das Stift Essen.[2]

Vor seiner Zeit als Stadtteil von Kerpen war Türnich bis zur Gemeindereform 1975 eine eigenständige Gemeinde am Westrand der Ville. Das Köln-Gesetz von 1974 schlug die Gemeinde der heutigen Stadt Kerpen zu. Zur Gemeinde Türnich gehörten bis 1974 die Orte Türnich, Balkhausen, Brüggen, Neu-Bottenbroich, Habbelrath und Grefrath. Habbelrath und Grefrath sind seit dem 1. Januar 1975 Stadtteile von Frechen.[3] Bis zu dieser Zeit war die Rheinbraun AG größter Arbeitgeber der Gemeinde.


Wirtschaft


Direkt an der Bundesstraße 264 (Düren – Köln) wurde ein 88,56 ha großes Gewerbe- und Industriegebiet durch die Stadt Kerpen und die RWE Power AG errichtet. Es grenzt direkt an zwei bestehende Gebiete mit insgesamt 55,12 ha Fläche.


Kulturdenkmäler


Schloss Türnich
Schloss Türnich

Sehenswert ist das in den Jahren 1757 bis 1763 erbaute barocke Schloss Türnich mit seinem Schlosspark. Dort sind zahlreiche Steine des Künstlers Marko Pogačnik aufgestellt. In der Vorburg befindet sich eine frei zugängliche Präsenzbibliothek, deren Bestände bis in das Jahr 1590 zurückreichen.

Das historische Rathaus ist heute ein Wohn- und Geschäftshaus.


Verkehr


Die VRS-Buslinien 911, 955 und 977 der Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft verbinden den Ort mit Kerpen, Brüggen, Sindorf, Horrem und Erftstadt. Zusätzlich verkehren einzelne Fahrten der auf die Schülerbeförderung ausgerichteten Linien 944 und 974.

Linie Verlauf
911 Brüggen – Balkhausen Türnich – Kerpen – Sindorf
944 Brüggen – Balkhausen Türnich – Horrem Bf / Horrem Markt – Sindorf
955 Horrem Bf Türnich – Balkhausen – Brüggen – Kierdorf Köttingen – Liblar Erftstadt Bf – Bliesheim – Lechenich
974 Stadtverkehr Erftstadt
977 Erftstadt Bf – Liblar – Frauenthal Köttingen – Kierdorf – Brüggen – Balkhausen Türnich – Frechen Rathaus

Sonstiges



Literatur




Commons: Türnich – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise


  1. Entwicklung der Bevölkerungszahlen in Kerpen: Verteilung auf die Stadtteile im Jahr 2020. In: stadt-kerpen.de. Stadt Kerpen, abgerufen am 14. Mai 2021.
  2. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789, Band 2, Bonn 1898, S. 289
  3. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.



Текст в блоке "Читать" взят с сайта "Википедия" и доступен по лицензии Creative Commons Attribution-ShareAlike; в отдельных случаях могут действовать дополнительные условия.

Другой контент может иметь иную лицензию. Перед использованием материалов сайта WikiSort.org внимательно изучите правила лицензирования конкретных элементов наполнения сайта.

2019-2024
WikiSort.org - проект по пересортировке и дополнению контента Википедии