Marxheim ist ein Stadtteil von Hofheim am Taunus im südhessischen Main-Taunus-Kreis. Die Ortslage ist mit der Kernstadt Hofheim zusammengewachsen und die Grenze zwischen beiden im Stadtbild nicht mehr erkennbar.
Marxheim
Stadt Hofheim am Taunus
Wappen der ehemaligen Gemeinde Marxheim (Taunus)50.071238.431438150
Marxheim liegt am Südrand des Vordertaunus, der hier in das flache Taunusvorland übergeht, zwischen Diedenbergen im Südwesten, der Kernstadt Hofheim im Norden, Kriftel im Osten und Weilbach im Süden. Die Gemarkung Marxheim erstreckt sich über 776,4 Hektar von der Bundesautobahn 66 im Süden, wo sie bei der Raststätte Weilbach (Westseite) am Kastengrundgraben ihren tiefsten Punkt mit 121 Meter aufweist, über 5 Kilometer weit bis zu dem mit 315 Meter höchsten Punkt im Norden an der Landesstraße L 3018 am Waldrand östlich des 326 Meter hohen Bahnholz, nahe den dortigen Langenhainer Aussiedlerhöfen. Die Höhenlage der Ortsbebauung reicht von 141 Meter (südliche Rheingaustraße/Eddersheimer Straße) bis auf 209 Meter am Waldrand an der oberen Schloßstraße mit dem Kloster Zum Guten Hirten.[3]
Geschichte
Ehemaliger Pfarrhof in der EichstraßeKatholische Pfarrkirche St. Georg
Östlich Marxheims wurde 2006 ein römisches Militärlager (bezeichnet als Hofheim III) durch geomagnetische Prospektion gefunden; Teil der römischen Niederlassungen um das heutige Hofheim.
1191 wurde Marxheim, damals noch Marbodesheim, urkundlich erwähnt, später sind die Schreibweisen Marpsheim und 1366 Marpisheim belegt. Marxheims Kirche und Türme werden 1366 erwähnt. Marbod ist bis heute auf dem Marxheimer Wappen abgebildet.
Jahrhundertelang war Marxheim kurmainzisches Gebiet und gehörte zur Zeit des Herzogtums Nassau zum Amt Hochheim. Die katholische Pfarrkirche St. Georg im alten Ortskern Marxheims wurde von 1843 bis 1845 erbaut. Aus denselben Steinen wurden auch die Marxheimer Grundschule und ein Feuerwehrteich in der Kassernstraße erbaut.
1938 wurde Marxheim nach Hofheim eingemeindet. Damit ist Marxheim der älteste Stadtteil der heutigen Kreisstadt des Main-Taunus-Kreises.
Territorialgeschichte und Verwaltung im Überblick
Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Marxheim lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][4][5]
1400: Heiliges Römisches Reich, Kurmainz, Amt Hofheim
1668: Kurmainz, Amt und Kellerei Hofheim
ab 1781: Kurfürstentum Mainz, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Hofheim
ab 1803: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Usingen (durch Reichsdeputationshauptschluss), Amt Höchst
ab 1806: Herzogtum Nassau, Amt Höchst
ab 1817: Herzogtum Nassau, Amt Hochheim
ab 1849: Herzogtum Nassau, Kreisamt Höchst
ab 1854: Herzogtum Nassau, Amt Hochheim
ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Mainkreis
ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Mainkreis
ab 1886: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Höchst
ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Höchst
ab 1928: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Main-Taunus-Kreis
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Marxheim 8682 Einwohner. Darunter waren 912 (10,1%) Ausländer.
Nach dem Lebensalter waren 1614 Einwohner unter 18 Jahren, 3546 zwischen 18 und 49, 1680 zwischen 50 und 64 und 1842 Einwohner waren älter.[6] Die Einwohner lebten in 3915 Haushalten. Davon waren 1326 Singlehaushalte, 1140 Paare ohne Kinder und 1050 Paare mit Kindern, sowie 321 Alleinerziehende und 78 Wohngemeinschaften. In 925 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 2622 Haushaltungen lebten keine Senioren.[6]
Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt,1968. Weitere Quellen: LAGIS;[1]; Stadt Hofheim am Taunus[7][2]; Zensus 2011[6]
Politik
Im Ortsbeirat Hofheim-Marxheim sind die elf Sitze nach den Kommunalwahlen in Hessen 2021 wie folgt verteilt:[8]
Topographische Karte 25V, Blatt 5916 Hochheim am Main
Michael Rademacher:Land Hessen.Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006.In:treemagic.org.Abgerufen am 1.Januar 1900
Grossherzogliche Centralstelle für die Landesstatistik (Hrsg.):Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Hessen. Band13. G. Jonghause's Hofbuchhandlung, Darmstadt 1872, DNB013163434, OCLC162730471, S.12ff. (google books).
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