Löschenrod liegt in den westlichen Ausläufern der Rhön, südlich von Fulda bei der Abzweigung der Frankfurter von der Würzburger Straße. Östlich von Löschenrod verläuft der Fluss Fulda, westlich der Fluss Fliede.
Nachbargemeinden
Löschenrod grenzt im Südwesten und Süden an Kerzell, im Norden an Fulda-Bronnzell und im Osten an Eichenzell.
Geschichte
Chronik
Historische Wehrkirche (1386) seit 1986 Marienkapelle
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Löschenrod erfolgte unter dem Namen Lessenrode (Rodung der Familie Leisse) im Jahr 1303.[1]
Die um 1386 erbaute gotische Wehrkirche ist heute eine Marienkapelle und gleichzeitig das Wahrzeichen des Ortes. Die neue Auferstehungskirche wurde 1968 eingeweiht.
Zum 1. August 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Löschenrod im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz als Ortsteil in die zuvor gebildete Großgemeinde Eichenzell eingegliedert.[3][4]
Für Löschenrod wurde, wie für die übrigen Ortsteile von Eichenzell, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.[5]
Territorialgeschichte und Verwaltung im Überblick
Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Löschenrod lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][6]
vor 1803: Heiliges Römisches Reich, Hochstift Fulda, Centoberamt Fulda
Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt,1968. Weitere Quellen: LAGIS[1]; Gemeinde Eichenzell[7]; Zensus 2011[8]
Einwohnerstruktur
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Löschenrod 1185 Einwohner. Darunter waren 30 (2,5%) Ausländer.
Nach dem Lebensalter waren 255 Einwohner unter 18 Jahren, 555 zwischen 18 und 49, 186 zwischen 50 und 64 und 192 Einwohner waren älter.[8]
Die Einwohner lebten in 495 Haushalten. Davon waren 126 Singlehaushalte, 150 Paare ohne Kinder und 168 Paare mit Kindern, sowie 39 Alleinerziehende und 9 Wohngemeinschaften. In 102 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 357 Haushaltungen lebten keine Senioren.[8]
Von 1996 bis 2008 war mit Rudolf Breithecker (SPD) der vorherige Ortsvorsteher von Löschenrod Bürgermeister von Eichenzell. Ortsvorsteher von Löschenrod ist Rüdiger Maluck. Im Juni 2007 wurde das neue Bürgerhaus fertiggestellt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
„Dreieckbildstock“ aus dem Jahre 1711 in der Straße Am „Bildstock“; einzigartig im Fuldaer Land.[9]
Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fulda und Hünfeld und der Stadt Fulda (GVBl. II 330-14) vom 11.Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr.17, S.220, §10 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags[PDF; 1,2MB]).
Statistisches Bundesamt (Hrsg.):Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S.395.
Hauptsatzung.(PDF;151kB)§2.In:Webauftritt.Gemeinde Eichenzell,abgerufen im Januar 2022.
Michael Rademacher:Land Hessen.Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006.In:treemagic.org.Abgerufen am 1.Januar 1900
Michael Mott: Einzigartiger Bildstock im Fuldaer Land / Der "Dreieckbildstock" von Löschenrod - Einst Haltestation der Walldürner Fußwallfahrt; in: "Buchenblätter" der Fuldaer Zeitung, 63. Jahrg., Nr. 29, 27. Nov. 1990, S. 115.
Ortsteile von Eichenzell
Büchenberg mit Zillbach|
Döllbach|
Eichenzell|Kerzell mit Steinberg|Löschenrod|
Lütter|
Rönshausen mit Melters|
Rothemann|Welkers
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