Eibenberg liegt etwa 9Kilometer südlich von Chemnitz. Zum Ort gehört zudem der südlich gelegene Siedlungsteil Neueibenberg.
Nachbarorte von Eibenberg sind Erfenschlag im Norden, Einsiedel im Nordosten, Dittersdorf im Osten, Kemtau im Süden, Burkhardtsdorf im Südwesten, Klaffenbach im Westen sowie Berbisdorf im Nordwesten.
Geschichte
Evangelische Kirche Eibenberg
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert von 1539/40 als Meidenbergk.[2]August Schumann nennt 1815 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Eibenberg betreffend u.a.:
„Es hat, mit Einschluß der Mühle von 4Gängen an der Zwönitz, 260Einwohner über 10Jahre, mit 92Kühen und 10Schaafen, und gehört dem Stadtrathe zu Ehrenfriedersdorf.“[3]
„[…] kam 1381 nebst Berbisdorf durch Kauf vom Hanns v. Waldenburg und seinen Söhnen Hanns und George an die Kirche zu Ehrenfriedersdorf, […]; daher kommt es, daß die Kirche noch immer den Besitz jener Dörfer prätendirt. Eubenberg liegt in sehr bergiger und waldiger Gegend, […]. Der Ort enthält ein Erblehngericht, 10Bauergüter und gegen 35Häusler, welche viel Strumpfwaare liefern. Man rechnet jetzt nahe an 400Seelen hier. Die Obergerichten stehen dem Amte Wolkenstein zu, und gepfarrt ist das Dorf nach Harthau.“[4]
Das Schulwesen lässt sich im Ort bis ins Jahr 1831 zurückverfolgen. Nach 1874 stieg die Schülerzahl auf 215, sodass das bestehende Schulgebäude nicht mehr ausreichend Platz bot. 1873 wurde ein Schulneubau geweiht.[5]
1840 entstand der Siedlungsteil Neueibenberg, der „Anbau“ zu Eibenberg.[6]
Vor 1852 stand Eibenberg unter dem Stadtgericht Ehrenfriedersdorf, danach wurde es unter Chemnitzer Gerichtsbarkeit gestellt. Bis zur Wende ins 20. Jahrhundert bildeten Ackerbau und Strumpffabrikation die Haupterwerbszweige der Bevölkerung. Seit Beginn der 1880er Jahre vollzog sich der Übergang von der Hausindustrie zu Fabrikindustrie.[7]
Bis zur Errichtung einer eigenen Kirche fanden Gottesdienste u. a. im Schulgebäude statt. Am 28. April 1901 erfolgte die Grundsteinlegung für einen Kirchbau nach Plänen des Architekten Paul Lange, am 4. Juli des Jahres wurde Richtfest gefeiert. Die Weihe des Neubaus erfolgte am 14. Oktober 1901.[8]
Mit Eröffnung der Station „Eibenberg-Kemtau“ am 1. Mai 1905 erhielt Eibenberg Eisenbahnschluss an der Strecke Chemnitz–Adorf. Am 8. Oktober 1939 erfolgte die Umbenennung der Station in „Kemtau“.[9]
1935 wurde Eibenberg nach Kemtau eingemeindet.[2] Zum 1. Januar 1999 wurde aus den bis dahin eigenständigen Gemeinden Burkhardtsdorf, Kemtau und Meinersdorf die Gemeinde Burkhardtsdorf neugebildet.[10]
Vgl. Eibenberg im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
Vgl. Eubenberg, Eibenberg. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 2. Band. Schumann, Zwickau 1815, S. 577.
Vgl. Eubenberg, Eibenberg. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 15. Band. Schumann, Zwickau 1828, S. 719f.
Vgl. Die Filialgemeinde Eibenberg. In: Neue Sächsische Kirchengalerie, Ephorien Chemnitz I u. II. Strauch Verlag, Leipzig 1904, S. 501–503.
Другой контент может иметь иную лицензию. Перед использованием материалов сайта WikiSort.org внимательно изучите правила лицензирования конкретных элементов наполнения сайта.
2019-2025 WikiSort.org - проект по пересортировке и дополнению контента Википедии