Die Siedlung liegt im Westen des Westsibirischen Tieflandes, etwa 100km Luftlinie nordöstlich der Oblasthauptstadt Jekaterinburg am Blischni Bulanasch, einem kleinen linken Zufluss des Irbit, wenige Kilometer oberhalb der Mündung.
Bulanasch gehört zum Stadtkreis Artjomowski (zuvor Rajon Artjomowski) und liegt knapp 10km südöstlich von dessen Verwaltungszentrum Artjomowski.
Geschichte
Der Ort entstand ab 1939 im Zusammenhang mit der Erschließung einer Steinkohlelagerstätte. Am 15. Mai 1938 hatte der Bau eines ersten Schachtes begonnen; die Eröffnung von vier Zechen (Bulanasch-1-2, -3, -4 und -5) erfolgte zwischen 1943 und 1953.[2]
1949 wurde der Status einer Siedlung städtischen Typs verliehen[3], den der Ort jedoch 2004 im Rahmen der Verwaltungsreform wieder verlor.
Bevölkerungsentwicklung
Jahr
Einwohner
1959
13.706
1970
14.680
1979
14.486
1989
16.216
2002
13.274
2010
12.504
Anmerkung: Volkszählungsdaten
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Steinkohlezechen, die in ihren besten Jahren um 600.000 Tonnen Kohle förderten[2], sind in den 1990er-Jahren geschlossen worden. Seither ist das bedeutendste Unternehmen des Ortes eine 1972 eröffnete Maschinenfabrik für Erdöl- und Erdgasausrüstungen. Daneben gibt es Betriebe der Bauwirtschaft (Betonfertigteile), des Transportwesens und der Lebensmittelindustrie.[3]
Von der Siedlung führt eine Güteranschlussstrecke zur etwa 8km westlich gelegenen Station Bulanasch an der auf diesem Abschnitt 1918 eröffneten und seit 1967 elektrifizierten Eisenbahnstrecke Serow– bzw. Nischni Tagil– Alapajewsk– Bogdanowitsch (Streckenkilometer189 ab Nischni Tagil). Straßenanbindung besteht über Artjomowski.
Einzelnachweise
Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
Bulanasch im Artjomowsker Heimatkundewörterbuch auf der Webseite Ural-Bibliothek (russisch)
Bulanasch@1@2Vorlage:Toter Link/www.ihist.uran.ru(Seite nicht mehr abrufbar, Suche inWebarchiven)Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. in der Historischen Enzyklopädie des Urals des Instituts für Geschichte und Archäologie der Ural-Sektion der RAN (russisch)
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