Die Hafenstadt Kalundborg [kalonˈbɔːʔʀ] (deutsch veraltet Kahlenburg) in der dänischen Region Sjælland (Seeland) befindet sich am gleichnamigen Kalundborg Fjord, im Norden des Großen Belts. Bei der Kommunalreform 2007 wurde Kalundborg zum Verwaltungssitz der neu gebildeten Kalundborg Kommune.
Kalundborg | ||||
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Basisdaten | ||||
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Staat: | Danemark![]() | |||
Region: | Sjælland | |||
Kommune (seit 2007): | Kalundborg | |||
Sogne: | Raklev Sogn Vor Frue Sogn Nyvangs Sogn Tømmerup Sogn Rørby Sogn Svallerup Sogn | |||
Koordinaten: | 55° 41′ N, 11° 6′ O55.68063888888911.097972222222 | |||
Gegründet: | um 1170 | |||
Einwohner: (2022[1]) | 16.211 | |||
Postleitzahl: | 4400 Kalundborg | |||
Partnerstädte: | China Volksrepublik![]() Finnland | |||
Website: | www.kalundborg.dk | |||
Vor Frue Kirke (Frauenkirche) |
Die Burg, aus der die Stadt entstand, wurde 1170 von Esbern Snare, dem Bruder des Erzbischofs Absalon von Lund, gegründet. Die Vor Frue Kirke soll schon 1160 begonnen und als Grabkirche der Familie vorgesehen worden sein.
Peter Feddersen war hier ab 1841 Bürgermeister.
Die Stadt ist Sitz des Radiosenders Kalundborg und Endpunkt einer Eisenbahnstrecke aus Roskilde. Außerdem ist in Kalundborg unter anderem die Ölindustrie mit Raffinerien angesiedelt. Das Asnæsværket ist einer der größten Stromerzeuger des Landes. In der Stadt ist eine lokale Zeitung ansässig, das Kalundborg Folkeblad.
Es besteht eine Fährverbindung nach Ballen auf der Insel Samsø.[2] Die Fährverbindung von Kalundborg nach Aarhus wurde zum 12. Oktober 2013 eingestellt.
Etwas abseits des bisherigen Hafens der Stadt wird seit Oktober 2017 der neue Westhafen (Ny Vesthavn) als Universalhafen für etwa 35 Mio. Euro angelegt. Die 330.000 m² große Anlage mit 500 Meter Kailänge soll im März 2019 in Betrieb genommen werden. Der Containerumschlag soll hierher verlagert werden und eine Umschlagkapazität von 35.000 TEU im Jahr aufweisen. Dieser neue Tiefwasserhafen wird durch die Anfahrbarkeit für tiefgehende Seeschiffe auch für die Hauptstadt Kopenhagen Bedeutung erhalten, da diese den Hafen dort nicht voll beladen anlaufen können.[3]
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