Ganvié ist ein Pfahlbautendorf in Benin. Es liegt im Nokoué-See nördlich von Cotonou und ist mit rund 20.000 Einwohnern das vermutlich größte auf einem See errichtete Dorf Afrikas. Die Haupteinnahmequellen der Bevölkerung sind Fischzucht in der Lagune sowie Tourismus.
| Ganvié | ||
| Basisdaten | ||
|---|---|---|
| Staat: | Benin | |
| Einwohner: | 20.000 | |
Das Dorf wurde im 17. oder 18. Jahrhundert von den Tofinu-Leuten gegründet, die den See bebauten, um zu vermeiden, dass Fon-Krieger Sklaven für den Verkauf an europäische Händler erbeuten. Sie hatten herausgefunden, dass sich die Fon-Krieger traditionell nicht ins Wasser begeben. Die Bewohner des Dorfes Ganvie werden oft als "Wassermänner" bezeichnet.[1]
Das Dorf wurde 1996 auf die Vorschlagsliste des UNESCO-Weltkulturerbes gesetzt.[2]