Gauitsch ist eine Ortschaft im Sausal im südlichen Teil des Bundeslandes Steiermark in Österreich. Der Ort liegt im politischen Bezirk Leibnitz und gehört als Katastralgemeinde zur Gemeinde Kitzeck im Sausal.
| Gauitsch (Rotte) Ortschaft Katastralgemeinde Gauitsch | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Leibnitz (LB), Steiermark | |
| Gerichtsbezirk | Leibnitz | |
| Pol. Gemeinde | Kitzeck im Sausal | |
| Koordinaten | 46° 47′ 7″ N, 15° 28′ 19″ O46.78533915.471806f1 | |
| f3f0 | ||
| Einwohner der Ortschaft | 142 (1. Jän. 2022) | |
| Gebäudestand | 80 (2001) | |
| Fläche d. KG | 2,82 km² | |
| Postleitzahlenf0 | 8442 und 8451 Kitzeck bzw. Heimschuh | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 15502 | |
| Katastralgemeinde-Nummer | 66115 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Kitzeck im Sausal (61019 000) | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk | ||
BW
Die Gebäude, Höfe und Ferienhäuser des Ortes liegen auf 0,5 km² um ein Waldstück verstreut. Zur Landesstraße L 334 und nach Kitzeck im Osten, sowie zur L 336 im Westen sind es jeweils ca. 1,5 km. Leibnitz und der Anschluss an die Südautobahn A 9 liegen 5 km östlich. Zur Grenze nach Slowenien bei Spielfeld im Südosten sind es etwa 15 km.
Der historisch aus den Siedlungen Groß- und Kleingauitsch bestehende Ort umfasst die Fluren zwischen Steinbach- und Wöllinggraben und gehörte einst zum Bezirk Seckau. Kirchlich unterstand Gauitsch der Pfarre Kitzegg (Kitzeck).[1] Von wirtschaftlicher Bedeutung ist traditionell der Weinbau. Außerdem betrieben die Bewohner einst im größeren Umfang Viehzucht. Im Statistisch-topographischen Landesschematismus des Herzogthums Steyermarck von 1818 ist Gauitsch als „Dorf von 60 Häusern und 265 Einwohnern, dann 28 Ochsen und 76 Kühen“ genannt.[2]
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts befanden sich mehrere große Weingüter im Besitz von Ortsfremden, u. a. der Familie Orthofer aus Graz, die hier 14 Joch (ca. 8 Hektar) Weingärten besaß.[3]
Im 20. Jahrhundert sank, bedingt durch Abwanderung in wirtschaftlich stärker entwickelte Regionen, auch in Gauitsch die Einwohnerzahl. 2001 zählte der Ort noch 164 Einwohner.[4]
Gauitsch wird mit dem Spuk von Trebian in Verbindung gebracht. Dabei handelte es sich um Spukerscheinungen, die auf einen französischen Soldaten zurückgeführt wurden, der am 18. März 1809[5] ein Liebespaar erschossen haben sollte. Eine literarische Verwertung dieses Themas befindet sich in einem Band über Spuk in der Steiermark[6] und in einem Kriminalroman.[7]
Der Komponist Franz Arnfelser (1846–1898) wurde in Gauitsch geboren.